Spacer xplore 10 ! 23.7.-25.7.2010
"xplore" ist eine dreitägige (23.-25.7.) Veranstaltung zu Kreativer Sexualität, BDSM, Performance und Ritual in Berlin. Sie bietet über 40 Workshops, Demonstrationen und Performances zu verschiedenen Spielarten und Aspekten von Sexualität. Die xplore geht 2010 ins siebte Jahr und besinnt sich auf ihr ursprüngliches Motto „Die Kunst der Lust“ aber auch die „Lust an der Kunst“. http://www.xplore-berlin.de/

 

 

 

 

LustSchmerz Story

Kunst
von Mike V.

Dem Alltag entfliehn, das war das Ziel.
Beate hatte Ihre Weisungen. Es machte Spaß sich der Vorfreude hinzugeben, wenn man sich für IHN zurechtmacht. Mit Bedacht hatte sie sich im Bad ihrem Körper gewidmet. Hatte sich mit äußerster Sorgfalt die Haare an den Stellen entfernt, die ihm an seinem Tun hätten stören können. Sie hatte es genossen sich lang und ausgiebig zu duschen, nachdem Mann und Kinder aus dem Haus waren. Es war wie ein Reinigen von den Dingen, die den Trott zu unangenehm werden lassen. Sie liebt Ihre Familie. Aber immer nach dieser Art von Waschung war es, als sei sie jemand anderes geworden. Vielleicht auch nur Etwas anderes. Sein ETWAS. Ihm gehören, ihm gehorchen, ihm mit jeder Faser ihres Körpers zu Diensten sein. Und mehr noch, durch das Vertrauen in ihn, auch mit ihren Gedanken, ihrem Geist, ein Teil von ihm zu sein.

Die Ruhe die sich vor diesen Treffen einstellte, war ein Erlebnis für sich. Die Gedanken beschäftigen sich schon mit dem Zusammensein. Den Kleiderschrank weit geöffnet, lag sie völlig entblößt auf Ihrem Bett und atmete den Duft dieses Körperöles ein, das er so an ihr mochte und mit dem sie sich nach dem Abtrocknen genussvoll eingerieben hatte. Ihre Augen wanderten über die Kleider, Röcke und Blusen auf der Suche nach dem richtigen Outfit für das heutige Treffen. In den Weisungen, die sie wie immer per e-mail bekommen hatte, war von aufreizender Elegance die Rede. Was er genau vorhatte, vergaß er natürlich zu erwähnen.

Neben diesen kurzen Befehlen waren natürlich ein Katalog von ständigen Anweisungen zu beachten, den er Ihr am Anfang Ihrer Beziehung aufgestellt hatte. Dort waren die Fragen zur Garderobe mit den Schuhen, Strümpfen und der Unterwäsche geregelt. Sie hatte, soweit es nicht anders angeordnet war, Strümpfe mit den dazugehörenden Haltern zu tragen, wobei die Schuhe mit den höchstmöglichen Absätzen versehen sein mußten, mit denen Sie dauerhaft stehen und laufen konnte. Bei der Unterwäsche hatte Sie sich nur zögerlich gefügt, den Slip ständig fortzulassen. Ihre ganzen schönen Set's waren quasi getrennt und Nutzlos. Ihre sehr üppigen Brüste durfte Sie weiterhin mit der bevorzugt, schwarzen Spitze versehen, wenn die Brustwarzen dabei frei blieben.

Irgendwie schoss Ihr nun ein Gedanke durch den Kopf, wie ausnehmend heftig er reagierte, als Sie ihm ihr Leid über ihre Figur klagte. Besonders schlank war sie nie gewesen und die beiden Schwangerschaften hatten ihre Spuren hinterlassen, was ihr nur zu häufig auffiel. Er hatte ihr damals, was er sonst nur selten macht, zwei kräftige Ohrfeigen verpasst. Eine Strafe die sie gar nicht mochte und dieses Mal waren sie so stark, das sie Mühe hatte aufrecht zu bleiben und die Spuren Ihrem Mann nur durch etwas Schminke zu verheimlichen waren. Er erklärte ihr sehr eindringlich und wirkungsvoll, das sie nicht nur durch schönes Aussehen Wirken  konnte. Sie sei eine Frau die mitten im Leben stand. So wie in der Werbung formuliert, die Managerin eines kleinen, erfolgreichen Unternehmens der Branche Familie. Im übrigen dulde er nicht, das sie seinen Geschmack in Frage stelle, weil sie meine, ihr Körper würde seinen Ansprüchen nicht gerecht.

Es war ein langes Gespräch, in dem er ihr auch klar machte wie sie mehr Selbstvertrauen durch das Dienen für ihn finden konnte. Sie hatte es zunächst für einen völligen Widerspruch gehalten, sich von IHM führen zu lassen und dann auch noch ein stärkeres Selbstbewusstsein, eine größere Eigenständigkeit und Sicherheit  zu erreichen. Mit der Zeit hatte es sich aber tatsächlich so entwickelt. Und so hatte sich auch die Art, sich ihrem Körper zu widmen, eine beinahe rituelle Form angenommen. Sie begann sich in einem völlig anderen Blickwinkel zu betrachten. Auch die Furcht, vor diesem devoten Teil in ihr, davor sich zu verlieren, aufzugeben, war von ihr gewichen. Amüsiert hatte sie beobachtet wie die Leute reagierten, wenn erkennbar wurde was ihnen in der einen oder anderen Situation geboten wurde. Laut hätte Sie ausrufen können: Seht her, ich nehme mir die Freiheit mich hinzugeben, meine Kontrolle in Hände meines Vertrauens zu legen, in diesen Momenten mehr Gefühle zu geben und zu spüren, als manch einer der entrüsteten Beobachter in einem ganzen Jahr mitbekommen würde. Alle diese Gedanken flogen durch ihren Kopf und sie verlor sich darin. Umso heftiger wurde ihr bewusst, wie die Zeit vergangen war.

Sie mußte sich nun sputen um noch rechtzeitig am vereinbarten Treffpunkt zu sein. Sie wollte ihn wirklich nicht warten lassen. Einmal um Ihm keinen Grund zur Strafe zu geben, aber auch um von dieser kostbaren Zeit nichts zu vergeuden. Außerdem sehnte sie sich nach ihm und danach eine folgsame Sklavin sein zu dürfen. Sie nahm sich die Strümpfe zur Hand und zog sie ebenso sorgfältig an, wie Sie sie an ihren Strapsen befestigte. Dazu passend war auch dieser bezaubernd, reizvolle BH, der Ihre vollen Brüste so gut zur Geltung brachte und wie gefordert die Brustwarzen frei ließ. Den Slip zu diesem Set hatte sie, ihrer Erinnerung nach noch nie getragen.  Der ausgewählte, handbreit über dem Knie endende Rock zeichnete sich durch einen aufregenden seitlichen Schlitz aus, durch den man , wenn man es darauf anlegte, genau erkennen konnte was sich darunter befand. Die dazu passende Bluse war von stilvoller Eleganz und offenbarte erst auf dem zweiten Blick ihre Durchsichtigkeit.

Dann noch sorgfältig, so wie er es mochte, dezentes Makeup auflegen, die angewiesenen Liebeskugeln einführen und als krönenden Abschluß ihren Halsring anlegen. Das war ein sehr edel aussehendes Teil aus poliertem Stahl, der von einem kleinem Schloß verziert wurde, sodaß ihre Position für jeden der die Zeichen verstand, ersichtlich war. Allein der Gedanke sich so an seiner Seite zeigen zu dürfen, gab ihr ein Gefühl von Glück. Doch nun war es Zeit sich auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt zu machen.

Sie kam trotz ihrer kleinen Trödelei noch rechtzeitig zu dem Parkplatz, an dem sie Ihr Auto abstellen sollte, um dann gemeinsam mit seinem weiterzufahren. Er war noch nicht da und sie war nun, da sie den Moment des Wartens zum Nachdenken nutzen konnte, plötzlich nervös geworden und bekam etwas Angst vor der eigenen Courage. Doch dann fuhr Mike mit seinem Wagen pünktlich auf den Parkplatz.

In den Anweisungen war beschrieben was sie nun zu tun hatte. Sie stieg aus ihrem Auto und bewegte sich formvollendet auf seinen Wagen zu, stellte sich vor diesen, zog ihren Rock nach oben und stützte sich vornübergebeugt auf der Motorhaube seines Wagens ab. Sie sah ihm dabei nicht ins Gesicht, sondern senkte züchtig ihren Blick, wie es sich in ihrer Position ziemte.

Und dann, ganz langsam, als sei es nichts Ungewöhnliches, dass eine attraktive Frau sich dermaßen zur Schau stellte, erhob auch er sich aus seinem Auto und kam auf sie zu. In ihr herrschte wieder dieser Aufruhr, wie jedesmal, wenn ein Spiel begann. Die beiden Seiten in ihr stritten miteinander, die öffentliche, resolute Ehefrau und Mutter mit der versteckten, devoten Sklavin. Und wieder war es wie immer. Nach kurzem aber heftigem Kampf siegte die gefügige, kleine Luststute gegenüber ihrer vermeintlich stärkeren Kontrahentin. Und wie jedesmal war es so, dass sie in der Zeit die sie für diesen Kampf aufwand, hemmungslos geil wurde und es gar nicht mehr erwarten konnte ihrem Meister dienlich zu sein.

So trat er also hinter sie. Ganz dicht. Beugte sich vor und berührte ihre Wange ganz flüchtig mit der seinen. Es erschauderte sie seine Nähe, diese kaum spürbare Berührung ließ sie förmlich dahinschmelzen. Wenn sie noch etwas klarere Gedanken hätte finden können, wäre Ihr wieder dieser Vergleich mit den Pavlowschen Hunden in den Sinn gekommen, den Sie ihm beim letzten Treffen erzählt hatte. Er hatte sich so herzlich darüber amüsiert. Und es war ihr noch Tage in spürbarer Erinnerung geblieben, wie er lachend daraufhinweisend, das sie ihren Herrn gerade mit einem Freßnapf verglichen hatte, sie auf ganz althergebrachte und zugleich vollendete Weise übers Knie gelegt hatte. Er versohlte ihren Hintern so ausgiebig und intensiv, bis er seine Hände kaum noch spüren konnte und sie den leisesten Druck auf ihren Kitzler mit einer kaum endenden Welle von Orgasmen quittierte.

Er holte sie unvermittelt ins Jetzt zurück, als er mit der Hand die überquellende Feuchtigkeit zwischen ihren Schenkeln verstrich, diese noch etwas weiter auseinander schob und prüfte wie die Kugeln in ihrem Innersten saßen. Ein zustimmendes Geräusch war alles was ihr zu Ohren kam und er zog ihrer prallen Arsch noch ein wenig zu sich, um dann von ihr abzulassen.

Es entstand eine Pause, kaum lange genug um sich wieder der Situation des Ausgeliefertsein bewußt zu werden. Dann ganz plötzlich spürte sie etwas kaltes, feuchtes an ihrem Anus und bevor sie noch weiter denken und reagieren und sich verspannen konnte, schob er ihr, diesen wie es schien, riesigen Stopfen in den Po. Ihr war als würde sie platzen. Schon die per Mailanweisung ausgewählten Kugeln waren eine große Ausführung und nun dieses Ding.

In ihr machte sich ein Kaleidoskop von Gefühlen breit. Dieser kurze Schmerz unmittelbar nach der Penetration, der sich schnell aufbauende Druck, dann dieses Gefühl sich eigentlich entleeren zu müssen. In ihr rebellierte es, aber dieser Zustand hielt nicht lange vor. Sie war einfach zu aufgegeilt durch diese Situation und der Stopfen in ihrem Arsch verstärkte das Ganze erheblich. Ganz beiläufig drehte er sie nun zu sich um, hieß sie sich bequem zu stellen, ließ sie ihren Rock herunterziehen und nahm sie dann liebevoll in den Arm, um sie zu begrüßen. Wieder so eine abrupte Wendung, wie er sie genoß, um sie hinzuhalten.

Heute hatte sie Zeit für ein ausgiebiges Treffen, denn sie hatte sich von familiären Verpflichtungen freimachen können. Ein Treffen ohne den geringsten Zeitdruck, quengelnde Kinder, schrilles Telefonläuten und was sonst so ihrer beider Alltag ausmachte. Er war sich dessen bewußt und hatte sich vorgenommen ihr einen höchst vergnüglichen Urlaubstag zu bescheren.

Sie wurde von ihm galant zur Autotür geleitet und er half ihr in den Wagen, wie der olle Freiherr von Knigge es nicht besser hätte machen können, wäre er im Besitz eines Automobils gewesen. Allerdings war ihr dabei doch ein wenig unwohl, wußte sie doch nicht,  wie sie so völlig ausgefüllt, sitzen konnte. Es wurde ihr ebenso rasch, wie durchdringend klar gemacht wie ihr Körper darauf reagierte, denn die Gefühle die sie durchzuckten waren kaum zu unterdrücken. Während er den Wagen umrundetet um sich auf den Fahrersitz zu begeben, hatte sie nochmals einen Moment Ruhe um sich wiederzufinden.

Der Weg führte sie nun in die Stadt, zurück in Beates alte Heimat. Der dunkle Dom strahlte ihr wie immer mit seiner majestätischen Ruhe entgegen und sah dem, zu seinen Füßen, ruhig dahinfließendem Strom zu. Es schien als ließe sich die Beiden nicht durch den Stress stören, den die Leute um sie herum verbreiteten. Ein Beispiel dem der Herr und seine Sklavin nun folgen würden.  Beate fühlte sich wieder zuhause.

Auch an das "ausgefüllte" Gefühl hatte sie sich nicht nur gewöhnt, sondern sie nahm jede kleine Regung dieser Teile in sich wahr, wenn sich die Kugeln, wie es schien, in ihr berührten. Sie schien ständig kurz vor einem Höhepunkt zu stehen, was durch die Art zu gehen, die er ihr vorgeschrieben hatte nicht im geringsten abgeschwächt wurde. Ihr war so als müsse jeder der Passanten, die ihnen auf der Promenade entgegenkam genau sehen können, wie es um sie bestellt war. Ein Umstand der ihre Gedanken Kopfstände machen ließ. Und wirklich war es so, das viele der vorbeischlendernden Herren kaum ihre lüsternen Blicke von dieser Person nehmen konnten.

Besonders amüsiert und erregend empfand sie die intensive Betrachtung von einer süßen kleinen Maus, in einem traumhaften Kleid, das diesem wunderschönen Spätsommertag zur Ehre gereichte. Weiß war es, gerade eine Hand breit über dem Knie, in wallenden Bogen, endend. Der Blick der Kleinen verhielt gebannt auf dem Halsreifen mit dem kleinen Schloß. Beate stellte sich vor wie es wäre, wenn sie diese Kleine als Freundin und Spielgefährtin hätte und nur im letzten Augenblick, war ihr so als wenn sie im rechten Ohr der Maus einen kleinen Stahlring, der von einem weiteren kleinerem Ring verziert war, sehen konnte und wie ein Lächeln über das Gesicht der Kleinen huschte.

Überhaupt boten die Beate und Mike, zurechtgemacht wie sie waren, ein tolles Bild. Seine Erscheinung groß und stattlich, war einfach, aber sehr wirkungsvoll ganz in schwarz gehalten. Das Hemd das er trug, ließ über die offenen, oberen Knöpfe seine dichte Brustbehaarung erkennen, ohne das es abstoßend wirkte. Mike hatte schon seit je her ein Faible für Westen, die er dann mit einer Uhrenkette und einer zweiten Kette mit einem Feuerzeug schmücken konnte. Beate liebte es ihn beim Rauchen seiner Pfeifen zu beobachten. Er konnte es sehr geschickt zelebrieren und mit dieser eigentlich völlig anderen Betätigung eine tolle Session einleiten. Beate durfte dann ihrer Bestimmung nach neben ihm knien und es erfüllte sie mit einer unglaublichen Dankbarkeit und Freude, diese Momente der Ruhe von ihm geschenkt zu bekommen. Es wunderte sie jedes Mal, welche Wandlung sich bei ihr im Laufe Ihrer so Sonderbaren Beziehung vollzogen hatte. Vorher hätte Beate es weit von sich gewiesen, zwei Stunden neben einem Mann zu knien, sich gelegentlich von Ihm, nur scheinbar einem treuen Hunde gleich, streicheln zu lassen und das ganze auch noch als erotisch zu empfinden. Obgleich sie eindeutig den devoten Part von den Beiden darstellte, war es nie Erniedrigung was sie spürte. Eher das Gegenteil dessen war der Fall, erhob Mike sie doch durch den Respekt, den er nie vor ihr verlor, auf eine Stufe mit sich selbst. So jedenfalls konnte sie es durch seine Taten erkennen.

Mit dem Aussehen der Frau an seiner Seite wußte man genau, wer in dieser Beziehung den Weg wies und nur dunkel, in der sich bei ihr steigernden Erregung, nahm sie dann wahr, das sie ihre Schritte zum Eingangsbereich des Museums vor ihnen führte. Sie mußten einen eine Zeit lang warten, denn viele Leute waren vor ihnen an der Kasse. Das Warten wurde für sie langsam anstrengend, dazu diese Füllungen in ihren Löchern. Sie hatte den Eindruck ihre Geilsäfte würden schon an den Schenkeln hinunter rinnen.

Eine Sonderausstellung über Edward Hopper war es, die die Menschen in Scharen hier hin führte. Sie hatte die Bilder von Hopper natürlich schon in Zeitungen und als Drucke oder Plakate gesehen. Wer kennt nicht diese mit dem Licht spielenden Szenen, wie zum Beispiel diese vier Personen in dem amerikanischen Fast Food Restaurant der Dreißiger Jahre. Dort ist es die tiefe, dunkele Nacht der Großstadt, die durch diese Insel aus Neonlicht fast unwirklich erhellt wird. Jeder der dargestellten Menschen ist für sich. Es herrscht eine eisige Kälte zwischen ihnen, als wenn keiner den anderen überhaupt wahrnehmen würde. Nur versteckt ist eine kleine Annäherung der Frau, an ihren Begleiter zu erkennen, in dem sich ihre linke Hand ihm zuwendet.

Während des Wartens begann er über Hopper zu sprechen. Er erzählte Ihr davon, das Hopper in den ersten Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts sich ein paar Mal in Europa aufgehalten hat, um dort die alten Meister wie Rembrandt zu studieren, statt sich dem damaligen Mainstream des reinen Impressionismus anzuschließen und daß er erst recht spät zu Ruhm und Ansehen als Künstler gekommen war. Hopper, erzählte er, sei mit seinen bekanntesten Werken, einer der, wenn nicht sogar der bekannteste amerikanische Maler überhaupt, der mit seinen Gemälden ein typisches Bild von Amerika dargestellt hat. Nicht nur die Bilder selbst sprechen davon, sondern auch die immer wieder, gerade von Hollywood aufgenommenen Motive, zeigen zum Beispiel in den Filmen der Schwarzen Serien dieses Bild von Amerika. Alles ist möglich. Reichtum und Armut. Liebe und Einsamkeit. Mord und Totschlag. Alles in extremen Dimensionen.

Dann an der Kasse angelangt, zahlte Mike den Eintrittspreis und führte sie zunächst in das Museumskaffee. Sie bestellten etwas zu Essen, denn es war schon Mittag durch und Beate fühlte nun tatsächlich wie hungrig sie war, hatte sie doch zum Frühstück nur eine schnelle Scheibe Toast mit den Kindern zusammen genommen. In der Zeit in der die Beiden auf das Essen warteten, nahm Mike eher allgemeine Themen auf, mit denen sie sich unterhielten. Beate konnte sich dabei auch ein wenig beruhigen, denn lange hätte sie sich bestimmt nicht mehr zurückhalten können. Und dieser sich anbahnende, herauszuschreiende Orgasmus wäre mit Sicherheit, auch in einem Museum für Zeitgenössische Kunst in der nächsten Zeit ein Gesprächsthema gewesen.

Außerdem gefiel es beiden, andere Menschen zu beobachten und hier gab es verflixt viele unterschiedliche Exemplare davon. Man konnte Leute erkennen die dem typischen Klischee des Kunstverständigen entsprachen, der realen Welt völlig entrückt, mit einem Haufen Fremdwörtern umständlich erklärend, das der jeweilige Künstler eigentlich etwas ganz anderes mit seinem Bild oder seiner Skulptur ausdrücken wollte und es nur selbst nicht wußte. Oder die Damen, deren Garderobe einem Staatsempfang angemessen, sich in ihrer Gruppe von ältlichen High Society Modepüppchen darüber unterhielten, welche krummen Touren ihre Gatten gerade durchführten, um den fünfzehnten Nerzmantel und dergleichen zu finanzieren, statt sich dem Genuss der Kunst hinzugeben. Man konnte sich allerdings auch freuen über die hohe Zahl von ganz normalen Leuten, deren Anlass zum Besuch sich an den Museumswänden befand und deren ehrliche Freude über das zu sehende sich in ihren Gesichtern widerspiegelte.

Nun, da sie sich frisch gestärkt und ausgeruht fühlten, war es an der Zeit sich dem eigentlichen Thema ihres Besuches zu widmen und sie begaben sich in die Ausstellung. Sofort merkte Beate was sie in der nun folgenden Zeit zu erwarten hatte. Das Sitzen bei Tisch hatte nur für einen kurzen Aufschub ihrer überquellenden Lust gesorgt, die ersten paar Schritte brachten sie wieder bis kurz vor einen geradezu übermächtigen Orgasmus. Mike entging diese ihre Qual gewiss nicht, er genoß dieses Machtgefühl sehr und amüsierte sich über die Mühen, die es Beate bereitete sich nicht völlig gehen zu lassen und wandte sich nun sehr beschwingt dem Kunstgenuß zu.

Die ersten Ausstellungsstücke waren drei kleine, frühe Werke aus dem Pariser Aufenthalt des Meisters, in denen er trefflich seine Behausung in der Rue de Lille darstellte. Mike entwickelte eine gewisse Euphorie beim Betrachten der Bilder, bei dem gerade das Treppenhaus hervorstach. Er zeigte Beate die kraftvolle Pinselführung und die exakt gesetzten Lichter, die dem Bild im Original, entgegen dem Druck den er kannte, eine wundervolle Räumlichkeit gaben und seine Wirkung noch erhöhten.

Es gibt noch andere Bilder von Hopper, die sich aber alle durch den sehr genauen Einsatz von Licht und Schatten auszeichnen. Eines seiner Lieblingsmotive war seine Frau, die man in vielen seiner Bilder wiederfinden kann. Meist leichtbekleidet, in lasziven Szenen die eine große Erotik ausstrahlen. Das ist selbst dann der Fall, wenn sie völlig einfache Momente aus dem Alltag darstellen.

Nun war dort Mike's Lieblingsbild  mit dem Titel "Office at Night" zu sehen. Sie warteten ab bis sich vor diesem vielbestaunten Werk eine Lücke für sie auftat und stellten sich vor dieses Bild, um die beiden Personen darin zu beobachten. Auch dieses Gemälde ist eines der bekannteren Bilder von Hopper, in welchem sein Stil mit "Licht" zu malen sehr gut zur Geltung kommt. Beate schmiegte sich an Mike, der hinter ihr stand, um sie im Arm zu halten und ihr seine Erklärungen ins Ohr zu flüstern. Die Frau in diesem nächtlichem Büro hatte es Mike angetan. Er konnte nicht wirklich festmachen warum er gerade bei dieser Person so ins Träumen geriet. Sicher war es eine höchst attraktive junge Dame, deren Figur einen so richtig fertig machen konnte, denn der Künstler hatte sie in einer recht unbequemen Haltung auf das Bild gebannt, so das es zwar gegen jede Empfehlung einer Rückenschule ging, aber jede ihrer Körperregionen, die Männer ansprechen können, zu betrachten waren.

Man konnte unter dem engen blauen Kleid genauestens ihren üppigen Formen erahnen, mit ein wenig Phantasie sich die, der damaligen Mode entsprechenden Unterwäsche vorstellen, die stattlichen Brüste die so kokett, dem scheinbar in seine Arbeit vertieften Herrn dargeboten wurden.

Beate hörte die warmen, mehr gehauchten Worte ihres Herrn der alles in dem Bild auf das Genaueste erklärte und sie versank in diesem Bild, ihr wurde noch heißer als vorher, wo sie deutlich das "Ausgefülltsein" mitbekam, sie fühlte nun mehr die Bewegung dieser Frau, meinte ihre Sehnsucht nach diesem Mann zu spüren.

Und dann, mit einem Mal war sie es selbst.
Sie stand in dieser Nacht, in diesem Büro.
Sie war es die diesen Vorgesetzten an dem Schreibtisch verstohlen anblinkte, in der Hoffnung er würde ihr mit befehlendem Ton sagen, sie solle endlich dieses Papier vor dem Schreibtisch aufheben und wieder für Ordnung sorgen, wie es sich für ein dienendes Subjekt gehört.

Beate fühlte es ganz deutlich wie sich ihre Spannung löste und sie sich in dem Bild bewegen konnte, wie sie dem Befehl ihres Herrn nachkam und sich vor ihm hinkniete. Das eng anliegende Kleid hinderte sie daran dies auf einfache Art und Weise zu tun. Es erforderte eine gewisse Geschicklichkeit um sich ihm in einer perfekten Haltung darzubieten, aber sie konnte seine Anerkennung, darüber spüren es trotzdem geschafft zu haben.

Und der Mann am Schreibtisch, der längst zu Mike geworden war, genoss es ausnehmend, die Macht zu spüren, die er über diese Person nun hatte. Ihre Demut war in diesem Raum fühlbar geworden, begann ihn quasi zu überfluten. Jeden Moment konnte ein Arbeitskollege wegen einer dringenden Angelegenheit hereinkommen und seine Sekretärin, die in dieser Nacht so plötzlich aufgestiegen war, zu seiner Sklavin, seinem Spielzeug, zu seiner personifizierten Lust, in dieser Stellung entdecken. Er bekam mit einem Mal eine ungeheure Hochachtung, vor dieser Frau, vor dieser Tat von ihr, die soviel Kraft und Mut bedurfte und nichts mit Selbstaufgabe zu tun hatte, wie es vielleicht schien.

Er ließ sie das Papier aufheben und es ihm in dieser Haltung, auf Knien, mit gesenktem Haupt, die Arme ihm entgegengereckt darreichen. Er nahm es an und sagt ihr in harschem Ton was er davon hielt, das diese Tat so spät erfolgte und erst der Aufforderung seinerseits bedurfte. Sie wollte eine Entschuldigung formulieren und in dem sie es versuchte, sah sie die Aussichtslosigkeit dieses Versuches. Sie bemerkte, daß sie sich ja gar nicht richtig entschuldigen wollte, weil sie viel lieber die Strafe aus seiner Hand empfangen wollte. Endlich sich in seiner Macht über sie verlieren dürfen, seiner Willkür ausgeliefert zu sein.

Kurz nur, kam auch ihr der Gedanke, was denn passieren würde, wenn man sie so entdecken würde. Ebenso so kurz und selbstverständlich war ihr klar, daß es gar nichts machen würde, denn sie war dort wo sie hinwollte, nein, dort wo sie hingehörte! Sie war nun sein Besitz. Sie trugen nun beide die Verantwortung, dafür das sie sich nicht Schaden konnte, indem sie sich selbst Aufgab, indem er nicht den Respekt vor ihr verlor.

Und der Wunsch nach der Erfüllung dieser Sehnsucht nach Bestrafung lies sie nun antworten, daß es ihr demütigstes Anliegen sei, ihm zu dienen, seine Bestrafungen dankbar zu empfangen.

Er ließ sie nun aufstehen und sich vor den Aktenschrank stellen. Sie mußte ihr enges Kleid bis über ihre prallen Hüften hochziehen und ihr Höschen ausziehen. Mit bloßem, züchtig herausgestrecktem Hinterteil, das wundervoll eingerahmt war von den Nylons und ihren Haltern, stand sie nun mit gespreizten Beinen im Büro und spürte eine wohlige Geilheit in sich aufsteigen. Ihre Vorfreude ließ die Feuchtigkeit in ihrer Fotze hervorquellen und die herumschwirrenden Gedanken an die bevorstehende Strafaktion hätte sie fast von dem allerersten Schlag abgelenkt, den sie doch so sehr herbeigesehnt hatte. Sie hörte das Geräusch dieses Schlages, spürte die Heftigkeit, mit der er ausgeführt war, nahm wahr wie ihr Po darauf reagierte, wie das Blut in Wallung geriet und die rechte Backe herrlich erwärmte. Und dann nach diesem Moment des Erkennens, bekam auch die linke Backe ihre Feuertaufe.

Auf jeder Seite erhielt sie nun fünf reichlich bemessene Schläge, die sich Ihr wie es schien, nicht nur auf den Backen einzuprägen schienen, sondern auch viel tiefer, mächtiger und unauslöschlich in ihrem Kopf festsetzten. Noch viel später würde sie sich an jede ihrer Reaktionen auf das Exakteste erinnern können, darüber ins Träumen geraten, wie es mit ihren ersten richtigen Schlägen war. Sie genoß so sehr diesen wohligen Schauer, den Schmerz, das Kribbeln, ihre dadurch aufsteigende Geilheit. Wie angenehm Kühl war der metallene Aktenschrank, gegen den sie, vornübergebeugt ihre Stirn lehnte. Ihre Gedanken gingen dahin, als sie sich das alles vorgestellt hatte, als ihre Träume voll Demut und Hingabe ihr nächtelang den Schlaf raubten und doch die Intensität der Gefühle nur ein geringer Abklatsch dessen war, was ihr die Wirklichkeit bot. Diese Einsamkeit, deren gewöhnliche Schrecken schon nicht angenehm zu ertragen waren, wurde noch gesteigert durch die Verlorenheit die sich aus dem Fehlen einer richtigen Beziehung ergab, in der sie ihre Träume verwirklichen konnte.

Und während ihr dieser irgendwie vertraute Gedanke durch den Kopf schoß, tauchte Beate aus dieser Traumwelt wieder auf, wurde sich fast schmerzlich der Wirklichkeit bewußt, fühlte die Halt und Geborgenheit gebende Nähe von Mike und fand sich Museumsbesuchern gegenüber, die nun auch einen Blick auf diesen Einstieg in eine andere Welt nehmen wollten.

Sie sah noch einmal in das Gesicht der Frau in diesem Bild und dachte daran wie ähnlich es ihr doch ergangen war, bis sie sich darüber klar geworden war, was ihr überhaupt gefehlt hatte. Lange hatte es gedauert bis Beate bemerkt hatte, das der Alltag nicht alles war, was ihrer eigentlich glücklichen Ehe so zusetzte. Es war dieses unstillbare Verlangen nach etwas unbeschreiblichem, nicht zu erklärendem, was sie schon sich selbst nicht beantworten konnte, geschweige denn ihrem Mann, der sich so sehr um sie bemühte.

Erst der gemeinsame Ausbruchsversuch der beiden, bei dem sie mehr durch Zufall ein Paar kennen gelernt hatten mit dem man Reden und Mehr tun konnte, schien eine Lösung zu sein. Die ersten zaghaften Annäherungen der Vieren ließen noch nichts von der Tragweite erkennen, die sich diesem leichten Tun anschlossen. Zunächst war es wirklich nicht viel mehr als der normale, auch eheliche Sex, bei dem der Kick nur durch den Reiz des Neuen zustande kam. Nur ganz wenig nahm Beate an sich die Veränderungen wahr, die daraus resultierten, daß Mike sie langsam, aber deutlich spürbar, immer fester anfaßte. Sie begann seine kräftigen Hände zu genießen, fühlte die steigende Intensität der ersten Klapse auf den Po, kurz bevor es ihr kam, wenn er sie kräftig von hinten nahm.

Erst als sie kräftige, blaue Flecken davon trug, weil er sich an den empfindsamen Innenseiten ihrer Schenkel festgekrallt hatte, sie gleichsam damit hochgehoben hatte, um mit seinem Schwanz tiefer von vorne in sie einzudringen, kam es zu einem Gespräch zwischen beiden. Sie wollte kaum glauben, welche Konsequenzen sich aus dem ergeben würden, was sie dort bei sich entdeckt hat. Sie verlangte danach, konnte sich darin fallen lassen, von Mike genommen zu werden. Und eben dieser Mike eröffnete ihr nun diesen Sachverhalt ganz nüchtern, offen und gar nicht zurückhaltend.

Er erzählte ihr nicht nur, das er es schon lange bemerkt hatte wonach es ihr verlangte, sondern das er durchaus schon seit geraumer Zeit versuchte, sie langsam dorthin zu führen. Den Umstand, daß sie eher auf der devoten Seite zu finden war, wie wohl es nicht alles an ihr zu sein schien, galt es zu erkennen und für sich auch zu tolerieren.

Letzteres, so betonte er, sei wesentlich wichtiger für sie, als das Erkennen an sich. Nur dieser langsame Prozeß der Selbstfindung führt einen zu einem  vernünftigen, unverkrampften Umgang mit dieser neuen Situation. Vor allem ist es für das unmittelbare Umfeld eine absolut nicht nachvollziehbare Wandlung, eines bisher ja völlig "normalen" Menschen, der nun völlig ausflippt. Gerade ihr Mann würde es sicher nicht so einfach verstehen können, daß sie so mir nichts, dir nichts daran gefallen findet sich festbinden und verprügeln zu lassen, wo sie sonst doch schon aufgeschrieen, wenn er ihr nur etwas zu fest am Kitzler geknabbert hatte.

Doch genau wußte Beate immer noch nicht, warum sich dieser Wandel in ihr vollzogen hatte oder ob es überhaupt eine solche Veränderung war und diese Art Sex zu genießen nicht schon immer in ihr geschlummert hatte. Sie hatte seit diesen Anfängen viel darüber nachgedacht und war jetzt immerhin schon so weit, daß sie diese Treffen mit Mike, die über die normalen Tauschaktionen in ihrer Viererbeziehung hinausgingen, nicht nur herbeisehnte, sondern dann auch so loslassen konnte, das sie in den "Geschichten" in denen Mike dann Regie führte vollkommen aufging.

Jetzt wo sie wieder in dem Museum stand, aus dem sie wie es ihre Gedanken ihr vorgemacht hatten, entschwunden war, kam mit einem gewaltigen Druck ihre Lust wieder. Sie spürte so plötzlich alles in Ihr wieder mit einer gesteigerten Intensität, die sie atemlos werden ließ.

Ihr wurde bewußt, das Mike das Spiel sehr genoß und noch lange nicht bereit war, es zu beenden, sie endlich zu erlösen oder auch nur Erleichterung zu verschaffen. Wie auch? Befanden sie sich doch in einer Unmenge von Leuten, die vertieft in die Betrachtung der Bilder, nicht einmal mitbekamen wie es um Beate stand. Sie hatte es sich vorhin schon einmal ausgemalt, wie es sein würde, wenn sie sich entgegen den strikten Anweisungen von Mike, nicht mehr beherrschen könnte und ihr hier vor allen Leuten, mitten in einem jetzt schon Weltbekannten Museum, ein Orgasmus in gewohnt heftiger und lautstarker Art abginge. Würde es möglicherweise als ein Akt einer Performance durchgehen, als Kunststück für sich alleinstehend, als eine Aussage zur Qualität und Wirkung der Bilder?

Und dann war es wie ein elektrischer Schlag der sie ganz unvermittelt traf, als sie zum nächsten Bild weitergingen. Es ging ihr wie in "Charade", als Audrey Hepburn mitten in Paris auf dem Markt der Philatelisten wußte, das jeder der Protagonisten den Schatz schon in Form wertvoller Briefmarken in den Händen gehalten hatte, ohne es zu merken.

Auf dem Bild, welches sie nun ansteuerten, sah man eine Frau im strahlenden Sonnenschein aus einem Stadthaus treten. Sie trug ein weißes Sommerkleid, einen passenden, leichten Strohhut und zum Erstaunen aller Anwesenden, fand sich ebendiese Frau völlig real auch vor diesem, Lebensfreude ausstrahlenden Gemälde wieder. Die Museumsbesucher warteten schon auf einen Witz, einen Reklamegag oder zumindest eine versteckte Kamera, mit der diese Erscheinung zu Erklären war. Aber es schien nichts dergleichen zu passieren. Mike nun aber, stellte Beate dicht hinter diese kleine Person.

Dieses Kleid, die Haare, dieser Ring im Ohr. Das alles war Beate doch vorhin schon aufgefallen. Nun stand sie so dicht hinter ihr, das sie den Duft der Kleinen aufnehmen und ihren rasch gehenden Atem spüren konnte. Diese kleine Maus drehte kurz ihren Kopf über die Schulter, lächelte Beate erst an, drehte sich zu ihr, senkte züchtig den Blick und flüsterte nur ihr zu, das es kein anderer hören konnte: Verfügt über mich, Herrin. Ich darf nun Eure Zofe sein, wenn ihr mich wollt.

Beates Gedanken überschlugen sich und sie brauchte einen kurzen Moment um sich zu fangen und sich ihrer Rolle gemäß, bei Mike zu vergewissern. Er stand neben ihr und hatte dieses schelmische Lächeln im Gesicht, das man immer dort entdecken konnte, wenn ihm eine Überraschung gelungen war.

Diese ganze, schon für sich tolle Geschichte des gewagten Museumsbesuches, war der Auftakt einer viel größeren Charade. Beate sollte endlich ihre Zofe, ihr eigenes Spielzeug bekommen, weitere Phantasien ausleben dürfen, die schon lange ihre Gedanken bestimmten und die sie ihrem Herrn in schönen und intensiven Gesprächen offengelegt hatte.

Mike beugt sich zu Beate hin und flüsterte ihr ins Ohr, das sie sich nun die letzten zwei, drei Bilder dieser Sonderausstellung ansehen würden und das sie der Erscheinung in dem weißen Kleid erst einmal nicht antworten brauche. Sie hatte Anweisung den beiden in geziemendem Abstand zu folgen, bis sie das Museum verlassen hatten. Mike wendete sich nun wieder den Bildern zu, aber er war froh den Großteil der Hopper-Bilder hinter sich zu haben, denn eigentlich hatte er, was er natürlich nicht so unverblümt zugeben würde, eine recht ordentliche Nervosität in sich. Er war sich bei diesem Projekt absolut nicht sicher, ob er hier den Bogen bei Beate überspannen und sie ihm das entsprechend zu verstehen geben würde. Sie hatte eine derart große Session, und das war ja der ganze Tag, der im übrigen  noch lange nicht vorüber war, noch nicht durchzustehen. Er hatte zwar bisher mit seinen Einschätzungen, was ihre Demut und ihre Gehorsamkeit anging, immer richtig gelegen, aber das was jetzt hier folgen sollte war schon eine ganz andere Dimension.

Es hatte ein paar Monate der Vorbereitung bedurft Sabine, so hieß die Kleine, zu finden. Dann waren ihr die Aufgaben die sie bekommen sollte, zu schildern und in der ein oder anderen Session zu testen, ob sie seinen Anforderungen gerecht wurde. Diese Anforderungen mußte er natürlich nach den Phantasien von Beate formulieren, aber so weit lagen diese Ansichten gar nicht auseinander. Das mußte wohl seine gute Erziehung an ihr sein. Sabine war eine Position zuzuweisen, die ihrem Wunsch zu Dienen entgegenkam, in der sie das Glied am Ende einer Kette darstellte. Sie sollte Mike und Beate als ein Werkzeug ihrer Lust zur Verfügung stehen, bei all den Spielen die sich zwischen ihnen entwickelten.

Er war seltsam berührt, durch die Gefühle die ihn überfielen als er diese Phantasien von Beate zum Ersten Mal hörte, denn ihm war durchaus schon aufgefallen, daß sie ihm zwar ohne Einschränkungen zur Verfügung stand, aber es doch gewisse Grenzen gab, deren Weite er nicht austesteten wollte. Auch wenn es ihm stark gegen den Strich ging, sich Grenzen stecken zu lassen, schließlich war er ja der Dom, hielt er diese Art des Respekts vor ihr als Mensch, für sehr wichtig. Er malte sich des öfteren aus sie in irgend einer Weise zur Benutzung frei zu geben, statt Sie nur vor Zuschauern zu Züchtigen. Aber abgesehen davon, das Sie ihm recht deutlich klar gemacht hatte, das sie so etwas mit Abscheu erfüllen würde, war es sein eigenes Ego, welches ihm verbot dieses Bild in die Wirklichkeit zu setzen. Sie war seine Sklavin und er mochte sie nicht von irgendwelchen Mob besudeln lassen.

Und nun diese ganz andersartige Wendung, die seinen Wünschen und Phantasien durchaus entgegenkam. Welcher Mann kann schon von sich behaupten nie daran gedacht zu haben, zwei Frauen bei erotischen Liebesspielen zu beobachten. Noch dazu wenn diese beiden, letztlich nach seinen Wünschen und Befehlen agieren würden. Er hatte sich sehr viel Zeit genommen, um eine Art Drehbuch oder besser einen  Handlungsablauf zu erstellen, denn eigentlich war es nicht seine Art, sich durch ein zu enges Korsett die Phantasie einzuschränken. Aber bei diesem Ganztagesevent ließ sich eine gewisse Vorplanung nicht verhindern, um zu einem allseits befriedigendem Ergebnis zu kommen.

Seine Vorliebe für Hoppers Malerei gab ihm nicht nur den passenden Rahmen, sondern bot Mike nicht zum ersten Mal, auch gleich ein paar Spielideen. Er war sich sicher, Beate den ganzen Tag mit steigender Intensität an eine Grenze zu führen, die sie völlig aufgelöst und willenlos machen würde. Wobei willenlos nicht ganz das erwartete Ziel war, eher war noch ein einziger Wille gewünscht. Sie sollte sich hingeben wollen, einem megamäßigen Schlußakkord, einem geistigen und körperlichen Höhepunkt, der jede Zelle ihres Körpers erfassen und überfluten würde. Nein, dieses Ziel als einen simplen Orgasmus bezeichnen zu wollen, wäre absolut unpassend gewesen.

Der Museumsbesuch als Overtuere, sollte zu diesem Besonderen hinführen. Er wollte nicht selbst Hand an sie legen, sondern ihren Geist, ihre wahre Demut hervorholen, indem er sie nur durch seine Phantasie oder besser in seiner Phantasie behandelte. Sie würde es spüren und gehorchen. Ihre Wünsche Dominanz auszustrahlen, selbst Macht auszuüben, beflügelte Mike's Gedanken.

Er hatte für den weiteren Verlauf dieser Session das Appartement eines guten Freundes bekommen, in dem an der ein oder anderen Stelle auch, sehr dezent angebracht, die notwendigen Einrichtungen vorhanden waren, um die Bewegungsfreiheit von Mitspielern einzuschränken, wenngleich nur selten weibliche Sklaven dort hängen durften. Zu diesem Ort würden sie sich nun, nach dem Verlassen der Ausstellung begeben.

Zu Beginn seiner Überlegungen hatte er noch einen kleinen Zwischenstop, in einem kleinen Bistro eingeplant, auf dessen Terrasse man sich ein wenig näher hätte kommen können. Aber irgendwie passte dieses Bild nicht in die Geschichte des heutigen Tages. Er war sich sicher mit Sabine, für Beate die richtige Wahl getroffen zu haben, so dass ein derartiges Beschnuppern nicht nur unnötig sein würde, sondern auch einen Bruch in der Dramaturgie seiner Inszenierung darstellen würde.

So verließen sie also das Museum und Mike wendete seine Schritte an der Uferpromenade entlang, seinem nächsten Ziel zu. Man konnte ihn genießen, diesen Tag an dem der Sommer seine letzte Kraft sammelte und sich von einer sehr schönen und romantischen Seite zeigte. Und Mike war gewillt das sehr, sehr ausgiebig zu tun.

(Für Beate, deren Stärke sie so schwach sein lassen kann.)
(c) Mike V.

 

 

 
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