LustSchmerz Story

"Gabrielas Traum" Teil 1 - eine Story von Gabriela

Leises Meeresrauschen, sanft streicht der warme Wind durch die Palmenblätter. Er kommt von weit draussen, wo im Sonnenlicht eine weisse Jacht vor sich hinschaukelt. Sie scheint geankert zu haben. Liegt still in der hellen Sonne, nur den Klang einer kleinen Glocke trägt der Wind an den schneeweissen Strand….

"Hallo?!" Erschrocken fahre ich hoch. Meine Kollegin schaut mich ziemlich entgeistert an. "Träumst Du? Der Chef wartet auf Dich!" Unsanft werde ich in die Wirklichkeit zurückgeholt. Stehe auf, raffe meine Unterlagen zusammen und noch ganz benommen betrete ich das Zimmer meines Chefs. Ich weiss nicht einmal was er von mir will. Ein Blick auf meine Armbanduhr zeigt mir, dass ich eigentlich schon wieder mal längst Feierabend haben müsste.

Seufzend trete ich in sein Zimmer als mein Boss mir auch schon geradewegs entgegenkommt und mir die Hand schüttelt. "Da sind Sie ja. Setzen Sie sich bitte." Seine Hand zeigt auf den grossen schwarzen Lederstuhl, der auf der anderen Seite seines grossen Schreibtisches steht. Seltsam, sonst fordert er mich nie dazu auf, dort Platz zu nehmen. Normalerweise sitzen wir am runden Besprechungstisch in der Ecke seines Büros.

Er schiebt das Bild seiner Kinder, das auf seinem Schreibtisch steht zur Seite und legt mir eine dicke rote Mappe vor. "Gabriela, Sie wissen dass ich sehr viel Vertrauen in Ihre Arbeit habe." Himmel, was hat er vor? In meinem Kopf gehe ich rasend schnell alle Projekte durch, die ich momentan zur Bearbeitung auf meinem Tisch habe. "Wir haben ein neues Projekt, das ich Ihnen als meine persönliche Assistentin übertragen möchte. Ich sollte es selbst in die Hand nehmen - doch Sie wissen ja - meine Frau!"

Die Frau meines Chefs war zum vierten Mal hochschwanger und ich wusste, dass die Geburt kurz bevorstand. Ich musste lächeln, er war jedesmal wieder genauso aufgeregt, wie beim ersten Kind. Seine Frau und er führten eine sehr harmonische Ehe.

"Worum geht es?" Ich fragte es zaghaft, denn ich ahnte bereits, dass es um ein Projekt des Vorstands gehen musste. Wenn er keine anderen Mitarbeiter darauf ansetzte, konnte es nur das sein. Zwei Stunden später wusste ich worum es ging. Ein großes Event mit sowohl Politikern als auch international bekannten Prominenten sollte das Highlight dieses Jahres werden, in der es unserer Firma wieder einmal sehr gut ging.

Die Aufgabe reizte mich sehr, zumal es sich um die Organisation des kompletten Ablaufes handelte. Als er mir den Ort nannte, wo das Ganze stattfinden sollte, stockte mir für einen Moment der Atem. Mahebourg, eine mittelgrosse Stadt auf der Insel Mauritius. Etwa 20 Minuten vom Ortskern entfernt hatte ein Bekannter meines Chefs ein privates Anwesen, das er öfter für solche Anlässe zur Verfügung stellt. Dort also sollte ich den Event organisieren.

"Es könnte sein, dass Sie gut drei Wochen vor Ort bleiben müssen, Gabriela! Und Sie müssten morgen bereits losfliegen!" Er schaute mich etwas unsicher an, wusste er doch nicht, ob ich auch damit einverstanden wäre. Doch mein Herz machte einen Freudensprung! Er schmunzelte vor sich hin als ich ihm erzählte, dass es schon immer meine Trauminsel für einen romantischen Urlaub wäre. Ich war erstaunt, so rührselig hatte ich ihn schon lange nicht mehr erlebt. Na ja, er war heilfroh, dass ihm das erspart blieb. ER war ja schon dort und hätte um nichts in der Welt seine Frau alleine gelassen! Was für ein Glück!

Ziemlich durcheinander packte ich die notwendigen Unterlagen in meine Mappe und räumte - bereits in Gedanken beim Kofferpacken - meinen Schreibtisch auf. Der Abend hatte ja eine tolle Wendung genommen! Etwas schneller als sonst fuhr ich nach Hause. Rasch erledigte ich dabei noch ein paar kleinere Einkäufe um dann im Hinaufgehen in meine Wohnung gleich meinen Koffer aus dem Keller mit hochzunehmen. Der Flug war schnell gebucht und ich begann mir zu überlegen, was ich mitnehmen musste. Die Kleiderfrage war schnell geklärt, denn ich würde sicher nicht sehr viel Zeit haben, mir die Gegend anzusehen. Doch ich musste an leichte Kleidung denken und so packte ich dementsprechend meinen Koffer. Der Küstenabschnitt an der Point D Esny auf Maurizius besteht überwiegend aus privaten Anwesen. Wunderschön gelegen am weissen Sandstrand. Naja, Badesachen mussten sein. Das würde ich mir nicht nehmen lassen…

Ich schlief schlecht in dieser Nacht. Ich war einfach zu aufgeregt. Noch einmal ging ich in Gedanken meinen Koffer durch - hatte ich auch nichts vergessen? Auf einmal wurde mir ganz flau im Magen. Andy - ich hatte in der Eile und Aufregung total vergessen ihn anzurufen. Oh Gott - drei Wochen würde ich ihn nicht sehen können. Mir wurde ganz schlecht bei dem Gedanken. War ich es doch die immer wieder davon sprach, dass wir uns unbedingt bald wieder sehen müssten. Drei Monate war es nun schon her seit unserem letzten Treffen. Und meine Sehnsucht nach ihm wird von Tag zu Tag grösser. Wie sollte ich das bloss weitere 3 Wochen aushalten?

Unsere Beziehung ist nicht gerade das, was man schlechthin unter "normal" versteht. Erstens sind wir durch über 600 km getrennt und zweitens haben wir eine etwas "andere" Einstellung, was unser Sexualleben betrifft. Wir sind beide S/M veranlagt und gerade dabei in diese Rollen einzutauchen. Wunderbare Erlebnisse mit ihm sind das Ergebnis davon. Das alles sollte ich auch die nächsten 3 Wochen lang nicht mit ihm haben dürfen? Unvorstellbar in diesem Moment. Ich hatte so darauf gehofft, dass wir uns in der nächsten Woche wieder sehen könnten.

Doch als ich am nächsten Tag am Flughafen stand, mit meiner beginnenden Sehnsucht nach Andy und seinen guten Wünschen im Gepäck war mir klar, dass ich da durch musste. Irgendwie würden wir es schon schaffen uns zu hören. Darin hatten wir seit dem letzten Urlaub, den wir noch getrennt voneinander verbracht hatten, ja einige Übung.

Nach 11 ½ Stunden Flug und meiner Ankunft in Mahebourgh nahm mich die Begeisterung über diese wunderbare Insel in Beschlag. Es war noch viel schöner, als ich es mir in meinen Träumen immer vorgestellt hatte. Das Anwesen war etwa 20 Minuten Autofahrt von der schönen kleinen Stadt entfernt. Ich hatte mir gleich einen Mietwagen am Flughafen organisiert, damit ich in der Zeit meines Arbeitslebens hier flexibel war. Der erste Anlauf in Englisch hatte geklappt. Und ich würde schnell wieder fliessend sprechen können, davon war ich überzeugt.

Als ich ankam war ich überwältigt. Das schneeweisse Haus inmitten eines wundervoll angelegten Gartens war nicht weit vom Strand entfernt. Das Haus selbst war nicht sehr gross, nur vier Zimmer, eine sehr moderne, gut eingerichtete Küche, Bad und eine riesige Terasse. Hintern dem Haus war ein Swimmingpool mit Süsswasser, wie ich schnell feststellte. Ich fühlte mich wie im siebten Himmel. Dachte an Andy und wie schön es doch wäre, könnte er hier bei mir sein. Doch seine Arbeit liess ihm momentan keinen Freiraum für solche Spontanaktionen. Das war ja auch der Grund, warum wir uns so lange nicht gesehen hatten.

Es war warm, ca. 30 Grad und ich beschloss, mich erst einmal frisch zu machen und meine Koffer auszupacken. Ich belegte eines der beiden Schlafzimmer, das wunderschön eingerichtet war. Ein riesiges Himmelbett mit einem dunkelblauen Baldachin war Anziehungspunkt für meine Augen in diesem Raum. Überall standen frische Blumen, gefüllte Obstschalen - und bei einem kurzen Rundgang stellte ich fest, dass auch der Kühlschrank in der Küche mit den feinsten Dingen bestückt war. Irgendwie wunderte mich das. Er beinhaltete ausser den üblichen Lebensmitteln auch Champagner und andere alkoholische Getränke. Der Hausherr hatte für alles gesorgt. Dachte ich……

Als ich erfrischt durch eine Dusche und umgezogen gegen Abend auf die Terasse trat, stockte mir der Atem. Mein Traum, mein Bild von dem ich gestern noch geträumt hatte. Hier war er Wirklichkeit geworden! Das leise Meeresrauschen, die Palmen am Strand und die weisse Jacht, die vor der Küste ankerte. Es stimmte einfach alles. Ich fühlte mich plötzlich ziemlich einsam und beschloss, Andy sofort anzurufen. Hoffentlich hatte er nicht wie immer sein Handy aus. Er hatte mir fest versprochen, immer für mich erreichbar zu sein. Es klingelte ins Leere. Verflixt, geht das schon wieder los?

Mit einem Glas Orangensaft zog ich mich mit meinen Unterlagen auf die Terrasse zurück. Ich wollte alles noch einmal genauestens durchplanen. Die Grundidee war bereits geboren. Der Event sollte wegen des wunderschönen Gartens auf alle Fälle hier draußen stattfinden. Die Gäste würden in nahegelegenen Hotels untergebracht werden und mit Shuttlebussen am betreffenden Abend hierher gebracht.

Ich hatte noch nicht zu Ende gedacht, als ein grosser Wagen vorfuhr. Ein elegant gekleideter Mann - es musste ein Einheimischer sein - übergab mir in exzellentem Englisch ein weisses Kuvert. Wie er gekommen war, so schnell verschwand der Wagen wieder aus der Auffahrt. Mit dem Brief in der Hand stand ich da und wusste nicht, was ich von alldem halten sollte. Dachte sofort an eine Nachricht meines Chefs mit weiteren Anweisungen für mich, die ich beachten sollte.

Na ja, Anweisungen waren es dann auch - allerdings ganz anderer Art und ich war vollkommen verwirrt als ich las: " Ich bitte Sie, in 2 Stunden in der Auffahrt auf meinen Fahrer zu warten, der sie abholen wird. Ich möchte Sie bitten, heute Nacht mein Gast zu sein. Wir feiern eine kleine Party zu der ich Sie recht herzlich einladen möchte." Ich konnte die Unterschrift überhaupt nicht zuordnen, dachte aber nach einigen Überlegungen an den Besitzer des Hauses. Von meinem Chef wusste ich, dass er sich ebenfalls auf der Insel befand.

In zwei Stunden! Schnell verstaute ich meine Unterlagen im Haus und ging in mein Zimmer um mich umzuziehen. Unschlüssig stand ich vor dem grossen Schrank, in dem ich meine Kleidung untergebracht hatte. Was zieht man an für so eine Einladung? Ich entschied mich für das lange rote Kleid, dass ich mir vor kurzem gekauft hatte. Andy liebt rot und ich hatte es mir für ihn gekauft, wollte ihn bei unserem nächsten Wiedersehen damit überraschen. Na gut, würde es eben jetzt zum Einsatz kommen…

Die ebenfalls roten hochhackigen Schuhe hatte ich wohlweislich auch mitgenommen. Ich legte alles fein säuberlich auf dem Bett zurecht. Griff nach der dazu passenden roten Unterwäsche. Sollte ich Strümpfe anziehen? Eigentlich war es ja zu warm dazu. Doch ich war immer schon der Meinung, dass ein eleganter geschlossener Schuh mit Nylons besser aussieht als mit nackten Beinen. Sanft lies ich meine Hände über den glatten Satinstoff des Kleides gleiten. Es fühlte sich wunderbar an und ich fing langsam an, mich auf den Abend zu freuen.

Wahrend einer nochmaligen ausgiebigen Dusche rasierte ich mich sorgfältig. Vorher hatte ich es nicht für nötig gehalten, doch jetzt wollte ich perfekt sein. Auch wenn es niemand sah - ICH wollte es. Komisch, vorhin war es nicht wichtig. Ich dachte eher daran, dass ja sowieso kein Mensch meine intimste Stelle sehen würde und beschloss eine "Rasierpause" einzulegen für die Zeit in der ich hier war. Meiner Haut zuliebe, die manchmal etwas gereizt reagierte auf die andauernde Verschönerung durch die scharfe Klinge. Ich cremte mich sorgfältig ein. Vorfreude auf die Party machte sich langsam breit und irgendwie stellte ich mir vor, mich für Andy schön zu machen. Ich legte besonderes Augenmerk auf mein Makeup und meine Haare. Nicht zuviel, nur die Augen stärker betonen und den passenden Lippenstift dazu. *Lady in Red*....plötzlich fiel mir das bekannte Lied ein und ich trällerte es leise vor mich hin während ich mich langsam anzog.

Was mir, als ich fertig war, aus dem Spiegel entgegensah gefiel mir. Ich fühlte mich sehr wohl in diesem Kleid. Schnell noch die halterlosen Strümpfe angezogen und in die roten Schuhe geschlüpft. Es wurde langsam Zeit nach unten zu gehen. Ein schneller Griff zum Seidenschal, den ich mir um die Schultern lege - und langsam stöckelte ich auch schon die Einfahrt hinunter. Himmel, ich war es nicht mehr gewohnt in so hohen Schuhen zu gehen und hatte zu meinem Leidwesen das Gefühl, auf rohen Eiern zu laufen. Langsam, vorsichtig einen Schritt vor den anderen setzend, ging ich die Einfahrt hinab. Wenn mich jemand gesehen hätte, wie ich immer auf und ab stolzierte um mich in den hohen Dingern sicherer bewegen zu können, er hätte sich totgelacht..

Da kam auch schon der Wagen. Derselbe Mann stieg aus und hielt mir die Türe auf. Bat mich einzusteigen. Ich frage ihn, wohin er mich bringen wird. Aber er antwortet nur mit einem freundlichen Lächeln, dass ich mich doch überraschen lassen sollte. Nach einer etwa 5 minütigen Fahrt auf der Uferstrasse verliessen wir diese und der Fahrer bog in einen kleinen Weg in Richtung Meer ein. Überrascht hielt ich Ausschau nach einem weiteren Anwesen. Ich hatte bei meiner Ankunft nur einige wenige Ferienhäuser in der Nähe meines wunderschönen Domizils gesehen. Aber da war nichts - ausser einem Bootssteg, vor dem ein kleineres Motorboot ankerte. Der Fahrer hielt den Wagen kurz vor dem Steg an und bat mich auszusteigen. Er führte mich zum Motorboot, half mir galant beim Einsteigen und liess den Motor an. Irgendwie überkam mich plötzlich Unsicherheit. Ich war diesem Mann ausgeliefert. Hatte ausser ihm noch niemand auf der Insel gesehen. Es würde wahrscheinlich nicht einmal auffallen, wenn ich nicht zurückkommen würde….

Er lenkte das Boot in Richtung der weissen Jacht, die ich ja schon bereits von meiner Unterkunft aus gesehen hatte. Jetzt war mir klar, die Party sollte auf der Jacht stattfinden. Ich wurde langsam wieder ruhiger und der Einheimische legte seitwärts an. Er half mir wieder galant beim Einsteigen, winkte mir noch einmal lächelnd zu und verschwand mit dem Motorboot wieder in Richtung Küste. Seltsam, es schien noch niemand hier zu sein. Und doch brannten überall Kerzen, die kleine Bar war reich bestückt und im hinteren Teil des Schiffes glaubte ich bei meiner Ankunft einen gedeckten Tisch ausgemacht zu haben. Langsam ging ich auf die offene Türe der Kompüse zu, als ich bemerkte, dass da jemand die Treppen heraufkam. Zum dritten Mal an diesem Tag stockte mir der Atem. Meine Knie fingen an zu zittern, ich umfasste krampfhaft meine kleine Tasche, die ich in der Hand hielt und glaubte meinen Augen nicht zu trauen.

Ganz langsam stieg ein grosser, dunkelhaariger Mann die Treppen hoch. In seiner Hand zwei Gläser haltend. Seine braunen Augen blitzten. Ein zartes Lächeln umspielte seine Lippen, seinen wundervollen Mund. In seiner schwarzen Lederhose und dem weiten, weissen Hemd, von dem er die obersten drei Knöpfe geöffnet hatte sah er einfach hinreissend aus. Andy………

weiter zu Teil 2

(c) Gabriela

 

 

 
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