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Die Herrin vom Wasserschloss Teil 4
Es war an einem kalten 26. November, als ich am frühen Nachmittag beim Wasserschloß eintraf, um für vier Wochen Jessicas Lebensweise kennenzulernen.
Der Tag war grau und die Wolken hingen bleiern und regenschwer am Himmel. Mit schöner Regelmäßigkeit prasselten heftige Schauer auf die windgebeutelte Natur, und die Feuchtigkeit der Luft kroch durch jede Ritze meiner Kleidung. Wie es Jessica verlangt hatte, war ich ohne jedes Gepäck angereist - alles, was ich bei mir hatte, trug ich am Leib. Ich kann nicht sagen, daß mir wirklich wohl dabei war, aber Jessica hatte mir zwar freundlich, aber dennoch unmißverständlich klar gemacht, daß sie mich abweisen würde, sollte ich auch nur einen Beutel bei mir haben. So hatte ich mich gefügt. Die Faszination, welche diese Frau auf mich ausübte, die Art und Weise, wie sie ihren Willen durchzusetzen verstand, und ihr dominantes und dennoch freundliches Auftreten, welches eindeutig Demut verlangte und erhielt, ohne dabei selbst demütigend zu sein, war stärker als die wenigen Vernunftgründe, die mir einreden wollten, ich würde einen großen Fehler machen. Dabei hatte meine Vernunft nur jene kleine Option übersehen, die mir Jessica offengelassen hatte: Ich konnte in diesen vier Wochen jederzeit meinen Besuch abbrechen, das Schloß aus eigenem Willen verlassen und nach Hause gehen. Dann allerdings würde ich niemals zurückkehren und Jessica wiedersehen dürfen. Und ich hatte mir fest vorgenommen, diese Option auf gar keinen Fall zu benutzen. Die Freundschaft dieser Frau aufs Spiel zu setzen, war einfach inakzeptabel....
Versonnen blieb ich einen Augenblick an dem kleinen Zufahrtssteg stehen, schaute über den Waldsee und auf das Schloß in seinem grünen Wasser, und ich versuchte mir vorzustellen, wie es wohl wäre, hier auf Dauer zu leben, sein Zu Hause in diesen steinernen Wänden zu haben. Nun, in einem knappen Monat würde ich zumindest einen kleinen Eindruck davon gewonnen haben, wie sich solch ein Burgleben anfühlte - auch wenn ich meinen Besuch hier eher wie einen Urlaub ansah, der irgendwann unweigerlich zu Ende gehen würde. Der Gedanke, hier wirklich einmal zu leben, kam mir zu jenem Zeitpunkt noch nicht. Als ich schließlich meine Schritte in Richtung Torhaus lenkte und über das nasse Holz der Zugbrücke ging, öffnete sich das große Eingangstor. Im Schatten des dahinterliegenden Raumes erkannte ich Ninas schlanke Gestalt. Die Zofe musterte mich sehr genau und lächelte dann, während sie mir mit einer Armbewegung bedeutete einzutreten.
"Sei willkommen. Die Lady wird sehr zufrieden sein." Ich dankte ihr, trat ein und schaute mich staunend um, so als wäre ich das erste Mal hier. Natürlich hatte sich an dem großen Raum nichts verändert, es war eben das Torhaus und nichts weiter. Tatsache war aber, das ich diesmal unter gänzlich neuen Voraussetzungen hier eintraf. Es ging nicht darum, Jessica zu einem Spaziergang abzuholen oder mit ihr Tee zu trinken oder zu musizieren. Diesmal sollte ich ihr wirkliches Selbst kennenlernen, ihr wahres, im ‚normalen' Leben oftmals verborgenes Ich, mit dem ich allerdings, sollte ich ihr Freund und Lebenspartner werden, würde dauerhaft auskommen müssen. Nicht, daß sie mir bis jetzt etwas vorgeschwindelt hätte - sie hatte mir bisher aber tatsächlich nur einen kleinen Teil von sich selbst gezeigt. Unter diesem Vorzeichen bekam der Eindruck des Torhauses eine völlig neue Bedeutung...
Nina schloß das große Außentor wieder, zog einen großen Schlüssel hervor und drehte ihn zweimal in dem mächtigen, altmodischen Schloß des Tores herum. "Damit Du nicht heimlich mal rausschleichst... " grinste sie und ließ den Schlüssel wieder verschwinden.
Dann führte sie mich direkt in den Salon. Jessica erwartete uns bereits, und sie sah wieder so zauberhaft aus; gekleidet in einen schlichten dunkelblauen Kimono war sie für mich so etwas wie eine auf die Erde hinabgestiegene Göttin. Sie und Nina wechselten einen Blick, und Nina schüttelte leicht den Kopf. Jessica nickte, mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck, und entließ ihre Zofe.
"Du hast Dich also an die Abmachung gehalten und nichts weiteres mitgebracht. Sehr gut. Aber auch Deine jetzige Kleidung wirst Du hier in der Burg nicht brauchen, sondern nur das tragen, was ich oder meine Zofen Dir geben werden. Es ist Dir natürlich freigestellt, zu protestieren, dies wird allerdings eine schmerzhaften Bestrafung zur Folge haben." Sie begann leise zu lächeln. "Solange Du freiwillig in meinen vier Wänden bleibst, kannst Du protestieren, so viel Du willst, ohne das Du Sorgen haben mußt, mich zu verärgern oder gar zu verlieren." Ihr Lächeln wurde breiter. "Und ich wäre Dir für einen regelmäßigen Protest sogar sehr dankbar. Bestrafen macht mir nämlich sehr viel Freude.... Doch jetzt setz' Dich erst einmal zu mir und leiste mir beim Tee Gesellschaft."
Wie auf Kommando öffnete sich die Tür, und Dori kam herein, mit einem kleinen Servierwagen. Sie servierte Tee und Gebäck und bestätigte Jessica, daß das Abendessen pünktlich um Acht fertig sei. Jessica frage nach Nadja und Nina, und Dori bestätigte, daß die Nadja dabei war, das Gästezimmer vorzubereiten, während Nina im ‚Spielzimmer' war und dort ebenfalls Vorbereitungen traf - wozu, konnte ich mir recht gut denken, schließlich wußte ich ja genau, warum ich vier Wochen hier auf dem Schloß verbringen wollte. Jessica nickte erneut zufrieden, und Dori verschwand durch eine schmale Tür. "Nun erzähl mal - was glaubst Du, was Dich hier erwarten wird?" Jessica machte es sich absolut undamenhaft auf dem Sofa bequem, ihren Tee in der Hand und noch auf einem Keks kauend.
Ich dachte einen Moment nach, um meine Antwort zu formulieren, bevor ich antwortete. "Nun, ich weiß, daß Du eine dominante und sadistische Frau bist. Dies hast Du mir ja bei unserem ersten Treffen schon gesagt." Jessica grinste genüßlich bei diesen Worten. "Ich weiß auch, daß Du einen Freund suchst, der Deinen Wünschen und Neigungen entspricht - auch dies sagtest Du mir. Aufgrund der Tatsache, daß Du mich für eine Prüfungszeit auf Dein Schloß eingeladen hast, gehe ich davon aus, daß Dir der Teil von mir, den Du bis jetzt kennengelernt hast, zumindest nicht unsympathisch ist, und das Du nun wissen möchtest, ob ich auch Deinen dominanten und sadistischen Erwartungen entspreche."
Jessicas Grinsen wurde breiter. "Das hast Du geschickt formuliert. Allerdings geht es mir auch darum, das Du für Dich selbst herausfindest, ob Du meinen Erwartungen entsprechen kannst und auch willst.... Aber rede bitte weiter..."
"Aufgrund dessen, was ich eben sagte, glaube ich, daß Du mich hier einer Art Härtetest unterziehen wirst. Halte ich durch, habe ich gute Chancen, Dich zur Freundin zu gewinnen. Halte ich nicht durch, bin ich nichts für Dich."
Jessica schüttelte den Kopf. "Nein, daß muß ich sofort richtig stellen. Es reicht mir absolut nicht, wenn Du nur durchhältst. Das wäre für mich keine Grundlage für eine Partnerschaft. Nein, es muß Dir Freude machen, Dir Lust bereiten. Wenn Du meinen Härtetest als Härtetest empfindest, bist Du nichts für mich. Empfindest Du ihn aber als ein gefühlsmäßig reiches Erleben, kannst Du Freude und Kraft aus meiner Behandlung schöpfen, nur dann hast Du meine Prüfung bestanden. Und sei gewiß, ich werde genau spüren, wie Du empfindest, und Du wirst mir nichts vorspielen können..."
Ich nickte. "Auf jeden Fall rechne ich damit, viele Dinge zu erleben, die mich vielleicht im Moment noch abschrecken, weil ich sie nicht kenne, einschließlich schmerzhafter Praktiken jedweder Art. Ich gebe zu, ein wenig Angst zu haben, aber gleichzeitig fühle ich mich auch sehr neugierig und vor allem erregt, und ich bin gewillt, alles anzunehmen, was Du mit mir anstellen willst. Sonst wäre ich nicht gekommen."
"Ja, sonst wärest Du nicht hier... Das sind starke Worte, die Du da gesagt hast. Mal sehen, ob Du sie verwirklichen kannst." Jessica schaute versonnen, langte nach einer kleinen Glocke, die auf einem Beistelltisch neben dem Sofa lag, und klingelte kurz. Nur wenig später betrat Nadja den Salon, und Jessica befahl Ihr, mich auf das Gästezimmer zu führen und mich neu anzukleiden. Dann wandte sie sich noch einmal mir zu. "Ach, Jochen, bevor ich es vergesse, Dir zu sagen: Hier im Haus hast Du den Anweisungen meiner Zofen genauso zu folgen, als wären es meine eigenen. Ihr Wort ist ein Befehl, auch wenn es nicht danach klingen sollte, und ihre Anweisungen mit mir abgesprochen. Und glaub' mir, ich werde immer genau über Deine Reaktion und Dein Verhalten informiert sein." Sie winkte mir aufmunternd zu, und ich folgte Nadja hinauf in den zweiten Stock, wo wohl jener Raum lag, in dem ich während meines Aufenthaltes hier wohnen würde.
Das Gästezimmer war ein großer freundlicher Raum, mit spärlicher, aber dezenter Einrichtung, bestehend aus einem großen Bett, einer Spiegelkommode, einem kleinen Schreibtisch mit dazu gehörendem Stuhl, und einem Schrank, der allerdings verschlossen und nur von der Lady selbst oder den Zofen zu öffnen war, wie ich von Nadja erfuhr. Das einzige Fenster schaute direkt auf die Seeseite und den Wehrturm, der schräg gegenüber aufragte und von gelben Strahlern beleuchtet wurde. Mir kam der Gedanke, daß ich von diesem Turm aus in meinem Zimmer gut beobachtet werden konnte, wenn jemand die Absicht dazu hatte. Eine weitere Türe führte in ein kleines, sauberes Badezimmer, wo ich alles vorfand, was ich zur täglichen Hygiene brauchen würde. Auch eine Badewanne fand ich vor, über die ich mich sehr freute - ich hatte in meiner Wohnung nur eine Duschkabine, und manchmal fehlte mir die Gemütlichkeit eines heißen Bades. An den cremefarben gestrichenen Wänden hing nur ein einziges großes Poster, mit dem ich mich sofort anfreundete: Ein kaum bekleideter Mann, der vor einer schönen, lederbekleideten Frau kniete, mit einer roten Rose in der Hand, die er ihr entgegenhielt. Die Frau selbst schaute von oben auf den Mann herab; in ihren Händen hielt sie eine Gerte. Ihr Blick war freundlich, sogar liebevoll, zeigte aber auch deutlich, wer hier die Macht hatte. Ich war fasziniert und konnte meinen Blick nicht abwenden.
Nadja legte mir die Hand auf die Schulter und erinnerte mich daran, daß sie auch noch da war. "Gefällt Dir das Bild?"
"Es ist wunderschön."
"Wärest Du gerne dieser Mann?"
Meine Anwort kam leise. "Ja!"
"Aber?"
"Ich glaube, ich hätte Schwierigkeiten damit, mich auf diese Art vor einer Frau hinzuknien. Ich hätte Angst, mich lächerlich zu machen.... Ich weiß nicht, ob ich so sein kann - so demütig...."
Nadja lachte ein leises, klares Lachen. "Du hast sehr viel von diesem Mann in Dir drin, viel mehr, als Du selbst glaubst. Du mußt nur noch lernen, es herauszulassen, es zu leben. Und nicht nur Lady Jessica weiß, daß auch dies ein Grund ist, warum Du hierhergekommen bist - Dein Wunsch ist es, zu lernen, ihr angemessen zu dienen und ihr genau diese Demut zu schenken, von der Du glaubst, daß Du sie nicht hast." Als ich damals über Nadjas Worte nachdachte, mußte ich mir eingestehen, daß sie völlig ins Schwarze getroffen hatte. Dennoch viel es mir schwer, mir dies selbst gegenüber einzugestehen. Viel Zeit zum Nachdenken blieb mir allerdings nicht. Nadja hatte die Türe zu meinem Zimmer wieder geschlossen und sich davorgestellt. In ihren Händen hielt sie auf einmal eine Gerte, ähnlich wie auf dem Bild.
"Und jetzt möchte ich, daß Du alles ablegst, was Du am Körper trägst!" Obwohl auch Nadjas Stimme weiterhin freundlich war, zeigte mir ihre Körperhaltung und die Art, wie sie mit der Gerte spielte, das sie sowohl in der Lage, dazu befugt und auch Willens war, ihren Worten schmerzhaften Nachdruck zu verleihen, sollte ich ihrem Wunsch nicht entsprechen. Ich sah dort nicht mehr die Zofe in ihrem Dienstmädchen-Kleid stehen, sondern eine Amazone. Und ich entdeckte, daß Nadja von ihrem Wesen und ihren Neigungen her nicht viel anders war als Lady Jessica - zumindest Männern gegenüber - und ich nahm jetzt an, daß dies auch für die anderen beiden Zofen zutraf....
Ich begann, mich auszukleiden, schlüpfte aus Schuhen und Socken und entledigte mich danach schnell Hemd und Hose. Auch meine Armbanduhr legte ich ab, nicht jedoch Jessicas Ring. Meine Jacke hatte ich bereits bei meiner Ankunft unten in der Garderobe beim Salon zurückgelassen. Währenddessen schlenderte Nadja ins Bad, wobei sie es sich nicht verkneifen konnte, mir mit der Gerte einen leichten Klaps auf den Po zu geben. Überrascht zuckte ich ein wenig zusammen, obwohl es nicht im geringsten weh getan hatte, und Nadja grinste diebisch und genoß meine Reaktion. Dann hörte ich Wasser in die Wanne einlaufen. Nadja erschien wieder in der Türe und musterte mich. "Ich sagte: Du sollst alles ablegen!" Ich nestelte an dem Ring, erntete dafür jedoch nur einen mißbilligenden Blick. "Den Ring solltest Du anbehalten - Du willst doch Lady Jessica nicht verärgern, oder?" Ihr Blick wanderte demonstrativ an meinem Körper hinab und blieb an meinem Slip haften. "Den meine ich!"
"Ooops..." Leicht verlegen entledigte ich mich auch des letzten Kleidungsstückes. Nadja nickte zufrieden und bedeutete mir, ins Bad zu kommen. "Setz' Dich!" Nadja hatte einen Hocker herangezogen, und drückte mich sanft, aber bestimmt herunter. "Was kommt jetzt?"
"Ich werde Dir jedes einzelne Haar von Deinem Körper entfernen." Das wollte mir nun doch nicht gefallen. In Gedanken sah ich mich schon kahlköpfig und geschoren wie ein Schaf herumlaufen, und bei dem Gedanken daran kam ich mir nackter vor, als ich im Augenblick eh schon war. Erschreckt versuchte ich aufzuspringen, doch ein kräftiger Arm legte sich um meinen Hals, und eine Hand ergriff meinen linken Arm und drehte ihn auf den Rücken. Ich wand mich kurz in Nadjas Griff und versuchte mich zu befreien, merkte aber, wie sie nur einfach meinen Hals ein wenig fester zudrückte und meinen Arm ein wenig mehr nach oben zog. Nadjas leise Stimme an meinem Ohr klang sanft und nicht im geringsten ärgerlich oder gar böse - im Gegenteil, schien sie recht amüsiert zu sein und die Situation zu genießen. "Also, wenn Du Dich jetzt brav wieder hinsetzt, kann ich vielleicht dafür sorgen, daß die Bestrafung nicht ganz so hart ausfallen wird - auch in Anbetracht der Tatsache, daß es Dein erster Tag heute ist. Um eine Bestrafung herumkommen wirst Du allerdings nicht... Alternativ kann ich mir auch Hilfe herbeirufen und Dich festbinden, daß Du keinen Muskel mehr bewegen kannst. Und die Enthaarung mit Wachs dürfte wesentlich schmerzhafter sein als meine Rasur." Nadja klang danach, als würde sie sich förmlich mehr Widerstand wünschen, um ihre Drohung in die Tat umsetzen zu dürfen.
Ich sank zurück auf meinen Hocker. Irgendwie lief die Sache nun doch anders, wie ich gedacht hatte, und ich bemerkte, daß ich ein wenig zitterte. "Was, Du willst nicht? Schade..." Die Enttäuschung in Nadjas Stimme war deutlich zu hören und sorgte irgendwie dafür, daß es mir schlagartig besser ging. Ich mußte sogar grinsen. Jetzt klang sie mehr wie ein Kind, dem man einen lang gehegten Wunsch verweigerte. "Vielleicht später einmal, wenn ich ein bißchen weniger ängstlich geworden bin." "Verspricht Du mir das?" Hoffnung schwang in ihrer Stimme. Ich war nicht sicher, ob sie spielte oder es ernst meinte. "Ich verspreche es." Die Prozedur der Rasur, die sich teils im Sitzen, teils im Stehen vollzog und lediglich im Bereich meiner Geschlechtsteile ein wenig unangenehm war, endete in einer Überraschung - Nadja dachte überhaupt nicht daran, meine Kopfhaare zu entfernen. Ich sah sie verhalten schmunzeln, als sie meine Erleichterung bemerkte, und ich wurde die Vermutung nicht los, daß sie mich absichtlich ein wenig provoziert hatte, um ihren Spaß damit zu haben. Nun, das war ihr gelungen. "War doch gar nicht so schlimm oder? Na dann hast Du ja sicher nichts dagegen einzuwenden, wenn wir das jeden zweiten Tag wiederholen..."
Ich schaute überrascht auf. "Meinst Du das ernst?" "Natürlich. Lady Jessica mag keine Haare auf einem Körper - mit der Ausnahme, die Dir geblieben ist. Und jetzt ab in die Badewanne." Die Wanne war inzwischen vollgelaufen, und ich stieg in das heiße Wasser, nachdem ich noch einmal die Toilette benutzt hatte. Nadja war in meinem Zimmer verschwunden, hatte vielleicht sogar den Raum verlassen - ich hatte nur noch kurz etwas klappern hören, bevor draußen Stille einkehrte. Eigentlich ging es mir im Moment sehr gut, und ich fühlte mich jetzt entspannt und sehr wohl. Im Grunde wußte ich genau, daß ich hier nur bekam, was ich selber wollte und mir in meiner Phantasie schon häufiger ausgemalt hatte. OK, es war etwas anderes, sich etwas in seinen Träumen auszumalen oder wirklich in der entsprechenden Situation zu sein. Aber wer bekam schon einmal eine Chance, seine Träume zu leben?
Inzwischen richtig gut gelaunt wusch ich mich mit einem weichen Schwamm, den ich vorfand, verließ anschließend die Wanne und angelte mir ein großes Badehandtuch. Wenig später kehrte ich in meinen Raum zurück. Das Zimmer war nicht leer, es erwartete mich allerdings nicht mehr Nadja, sondern Lady Jessica persönlich. "Na? Frisch?" "Frisch gewaschen und sauber, ja." "Nun, dann können wir Dich ja einkleiden." Jessica zog einen Schlüssel hervor, mit dem die sie den riesigen Schrank öffnete. Das erste, was sie hervorholte, war allerdings kein Kleidungsstück, sondern ein kleiner Schreibblock und ein Maßband. Sie bemerkte meinen fragenden Blick. "Ich brauche ein paar Körpermaße von Dir. Ich möchte Dir einige ganz spezielle Kleidungsstücke anfertigen lassen."
"Ist das nicht etwas viel Aufwand und reichlich teuer für vier Wochen?" Die Frage war mir spontan herausgerutscht, und im gleichen Moment, in dem sie ausgesprochen war, wußte ich, daß es eine falsche Frage gewesen war. Jessica schaute mich mißbilligend an. Ihre Stimme klang jetzt schärfer.
"Das zu entscheiden mußt Du schon mir überlassen. Außerdem habe ich durchaus die Hoffnung, daß aus den vier Wochen ein wesentlich längerer Zeitraum werden könnte. Ich hatte gedacht, Du würdest dies ähnlich sehen. Oder sollte ich mich so getäuscht haben?"
"Nein, natürlich nicht." Zerknirscht konnte ich nur mit leiser Stimme antworten. Es tat mir schon leid, daß mir die Frage herausgerutscht war. "Dann laß uns eine klare Vereinbarung treffen." Jessicas Stimme klang wieder etwas sanfter, aber nur geringfügig. "In Deiner Zeit hier auf dem Schloß wirst Du die Worte ‚vier Wochen' nicht mehr benutzen. Außerdem wirst Du meine Handlungen nicht mehr in Frage stellen, vor allem, wenn sie meine Zeit und mein Geld betreffen. Wie gesagt, Du kannst bleiben oder jederzeit gehen, und Du wirst dann nicht mehr zurückkehren. Aber solange Du bei mir lebst, rede nicht über die Zeit hier, sondern erlebe sie! Hast Du verstanden?"
"Ja, Herrin..." Ihr Gesichtsausdruck wurde wieder so sanft, wie ich ihn kannte, und ihre Stimme wieder freundlich. "Dann wollen wir jetzt mit dem Maß nehmen beginnen."
Es war erstaunlich, wie viele Maße Jessica benötigte. Dennoch ging sie zielstrebig und mit System vor, und so dauerte es nicht lange, bis sie Block und Maßband zur Seite legte und sich erneut dem Schrank zuwandte. Neugierig versuchte ich zu erspähen, was sie dort suchte. "Aber - man schaut doch einer Lady nicht über die Schulter. Du kannst Dich statt dessen schon mal auf Dein Bett knien, so daß Deine Stirn die Decke berührt, und Dich so weit es geht entspannen." Da ich Jessica nicht noch einmal verärgern wollte, verzichtete ich auf eine weitere Frage und schlich davon, um ihre Anweisung auszuführen. In der angegebenen Stellung wartete ich eine ganze Weile und wagte es nicht, die Lage zu verändern, während Jessica hinter mir im Schrank klapperte. Plötzlich spürte ich ihre Hände auf meinem Po, unsagbar sanft und zärtlich... Ich fühlte, wie sie in die Ritze tastete, den Schließmuskel erreichte und mit einem Finger versuchte, leicht einzudringen. Zuerst wehrte ich mich unbewußt dagegen, doch ihre sanften Berührungen, die sich nun auch meinen Rücken hinauftasteten, zu meinem Bauch wanderten und kurz meine Brustwarzen berührten, ließen meinen Körper sich mehr und mehr entspannen. Ich genoß dieses Gefühl ihrer Berührungen, die immer wieder zu meinem Po zurückkehrten. Was allerdings dann in meinen Anus eindrang, war nicht Jessicas Finger, sonder ein etwas ungleich Längeres und Dickeres - ein Po-Stopfen, und kein kleiner.
Erschreckt wollte ich mich dem Ding entziehen, als ein schmerzhafter Schlag auf die nackte Haut meines Pos klatschte. "Wehe, Du bewegst Dich noch einmal." Hatte ich Jessica nun doch wieder verärgert? Nein, ihre Stimme klang jetzt eher belustigt. Dennoch versuchte ich ruhig zu halten. Doch bei der nächsten Berührung zuckte ich wieder zurück, und sofort traf ein weiterer heftiger Schlag meinen Po. "Aua...." Als wenn dies ein Auslöser gewesen wäre, folgte darauf ein dritter und vierter Schlag. Nun begann ich mich doch zu wehren, und es entstand ein kurzer Ringkampf. Allerdings bekam ich das Gefühl, es hier mit einer Profi-Wrestlerin zu tun zu haben. Obwohl ich nicht schwach bin und meine Abwehr immer stärker wurde, fand ich mich nur kurze Zeit später auf dem Rücken liegend wieder, meine Beine von ihrem ganzen Körper nach hinten beinahe neben meinen Kopf gedrückt, und Jessica hatte nun keine Schwierigkeiten mehr, den Stopfen einzuführen, obwohl sie mehrere Anläufe dafür brauchte. Unmittelbar danach umfing etwas Kühles mein Glied, zwei Lederriemen wurden um meine Hüften gelegt und ein weiterer zwischen meinen Beinen hindurchgeführt. Schlösser schnappten ein, und Jessica entließ mich aus ihrem Haltegriff. Ihre Haare waren ein wenig zerzaust, und sie grinste so vergnügt, wie ich es selten gesehen hatte. "Das hat Spaß gemacht. Du darfst Dich ruhig häufiger wehren. Aber sei gewiß: Ich gewinne immer!" Ich setzte mich auf und hatte sofort das Gefühl, wieder aufs Klo zu müssen, als ich den dicken Stopfen sich in meinem Inneren bewegen fühlte. Jessica schien zu wissen, was in mir vorging. Ihre Hand legte sich auf die meine. "An das Gefühl des Stopfens wirst Du Dich schnell gewöhnen. Versuche Dich zu entspannen."
Sie zog an meinen Fingern und verlangte damit, ich solle aufstehen. Da stand ich nun, ein wenig O-beinig, wagte kaum, mich zu bewegen, und schaute an mir hinab. Ich trug einen Slip aus festem schwarzem Leder, an dem ein Käfig aus Edelstahl befestigt war, in dem mein Glied steckte. Der Käfig war recht klein und eng und gerade groß genug für die normale Größe seines Gefangenen. Der Riemen zwischen meinen Beinen fixierte den Po-Stopfen, und alle Riemen des Slips waren mit Vorhängeschlössern gesichert. Ohne Hilfsmittel war an ein Entfernen dieses Keuschheitsgürtels nicht zu denken. "Damit Du keine Gelegenheit hast, an Dir herumzuspielen. Außerdem können meine Zofen und ich Dich damit herrlich quälen. Immer dann, wenn Dein Penis daran denkt, steif zu werden, dürfte dies ziemlich schmerzhaft werden. Damit bin ich die Gebieterin über Deinen Orgasmus, und Du wirst ihn nur dann haben können, wenn es mir gefällt, Dich aus diesem Gefängnis zu befreien." Jessica erzählte mir dies wie ein begeistertes Kind, welches ein neues Spielzeug bekommen hat.
In mir tauchte eine andere Frage auf. "Was mache ich, wenn ich auf Toilette muß?" "Ganz einfach, Du fragst mich oder eine der Zofen. Wir werden Dich dann begleiten - glaub nicht, Du könntest jemals ohne diesen Gürtel unbeobachtet auf dem Klo verschwinden." Jessica wandte sich erneut dem Schrank zu und holte mehrere breite, gepolsterte Lederbänder hervor, die sie mir um Hals, Hand- und Fußgelenke schnallte und die Schnallen ebenfalls mit kleinen Schlössern sicherte. Als letztes bekam ich auch noch ein normales Kleidungsstück, nämlich den gleichen kurzen, dunkelblauen Kimono, den sie selbst auch trug. Während ich diesen überzog, verschloß Jessica den Schrank wieder. Dann drehte sie sich zu mir um und musterte mich von oben bis unten. Sie lächelte, trat an mich heran und schlang ihre schlanken Arme um meinen Hals. Ihr Mund näherte sich dem Meinen; ihre grünen Augen fingen meinen Blick, hielten ihn fest und drangen tief in mich ein, schauten direkt in meine Seele. Als unsere Lippen sich zu einem langen Kuß berührten, nahm ich sie behutsam in meine Arme und zog sie vorsichtig an mich heran. Jessica ließ es nicht nur zu, sondern unterstütze mich noch und schmiegte sich eng an mich. Mein Glied reagierte, und ich stellte fest, daß dieser Slip mit seinem Peniskäfigs wirklich ein Foltergerät werden konnte. Jessica zuckte in meinen Armen, als sie versuchte, beim Küssen zu kichern, spürte sie doch genau, was geschah, und sie drückte sich noch enger an mich, ihr Kuß wurde noch intensiver und meine ‚Qualen' noch heftiger.
Schließlich lösten wir uns voneinander. "Laß uns ins Kaminzimmer gehen und uns dort ein wenig die Zeit vertreiben. Bis zum Abendessen dauert es noch etwas." Ich folgte ihr hinaus in den Gang und weiter bis ans gegenüberliegende Ende des Schlosses. Bei jedem Schritt wackelte der Po-Stopfen in meinem Inneren, und ich fragte mich, ob ich mich tatsächlich jemals an dieses Gefühl gewöhnen würde, von dem ich nicht wußte, ob ich es wirklich als unangenehm empfand, oder ob es mir nicht sogar gefiel.... Das Kaminzimmer hatte ich bei meinen vorigen Besuchen noch nicht kennengelernt - es entpuppte sich als ein recht großer, trotz seiner ausgefallenen Möblierung sehr gemütlicher Raum, in dem es nach Feuer, Holz und Rauch roch. In einem Kamin von beachtlicher Größe flackerte lustig ein Feuer, leise knisternd, und auf dem Boden davor lag ein riesiges weißes Fell, auf dem Jessica es sich bequem machte. Es gab einen schweren Tisch und zwei dazu passende cremefarbene Ledersessel. An einer Wand stand ein Andreaskreuz, etwas daneben drei hochlehnige Stühle mit einer großen Anzahl an breiten Lederbändern zum Fixieren eines darauf sitzenden Körpers. Aus den Sitzflächen ragten jeweils zwei große Dildos. Weiterhin gab es einen altmodischen Pranger sowie einen Strafbock. Das Uhrwerk einer riesigen Standuhr tickte überdeutlich und langsam in der Ruhe des Raumes und schien damit sagen zu wollen, daß die Zeit hier eine andere sei als draußen in einer hektisch gewordenen Welt.
"Komm, leg Dich ein wenig zu mir." Jessica reichte mir ihre Hand und zog mich zu sich hinab. Ich ließ mich neben ihr auf dem weichen Fell nieder. Der Blick ihrer ernsten Augen suchte den meinen. "Sag mir, Geht es Dir gut?" Ich war zu Gast auf einem Schloß und hatte begonnen, das Leben kennenzulernen, was ich mir immer erträumt hatte. Ich hörte das Knistern des Feuers, das Ticken der Uhr, fühle die Wärme und Weichheit des Felles und den Stopfen in mir. Neben mir lag die tollste Frau der Welt und schenkte mir ihre Zuneigung. In diesem Augenblick war ich am Ziel meiner Wünsche. "Ja, Jessica, mir geht es sehr gut. Ich bin sehr glücklich hier bei Dir."
"Du hast ein paar mal recht erschreckt reagiert..." "Ich weiß, aber nicht, weil ich wirklich etwas dagegen hätte. Es ist eher die Angst vor dem Neuen, vielleicht auch ein wenig die Furcht, nicht durchzuhalten." Die nächsten Worte fielen mir nicht ganz so leicht. "Und es ist bei weitem nicht so leicht, die Kontrolle über sein Leben aus der Hand zu geben, als sich dies nur vorzustellen."
"Und doch versuchst Du es für mich." Jessica drückte mich herab und kuschelte sich an mich. "Die wenigen Stunden bis jetzt war nur ein kleiner Anfang - es werden noch ganz andere Sachen auf Dich zukommen, schmerzhafte Sachen. Erst dann wirst Du wirklich erkennen, was es heißt, die Kontrolle aufgegeben zu haben. Sieh Dich in diesem Raum um. Die Möbel hier sind nicht nur zur Dekoration da. Und es gibt andere Räume hier im Schloß, in denen Du Möbel finden wirst, mit denen man noch viel mehr schlimme Sachen anstellen kann." Ihre Stimme war immer leiser geworden. Plötzlich kniete sie sich über mich, hielt meine Hände über meinem Kopf fest und küßte mich mit einer Heftigkeit, daß mir schwindelte, Ich erwiderte den Kuß voller Hingabe, und wir küßten uns, bis mir die Sinne schwinden wollten....
Über das Abendessen gibt es nicht viel zu erzählen. Ich erfuhr, daß die Hauptmahlzeiten immer von allen anwesenden Personen gleichzeitig eingenommen werden. Anschließend würden die Zofen abräumen und in der Küche Ordnung machen. Auch die Zubereitung der Mahlzeiten und überhaupt die gesamte Hausarbeit oblag den Zofen, von denen Tagsüber immer zwei Dienst hatten. Allerdings hatte niemand der Anwesenden Zutritt zum Wehrturm, jenem breiten Turm, der nur über diese kleine gepflasterte Brücke hinter dem Schloß erreicht werden konnte - hier hatte Lady Jessica ihre privaten Räumlichkeiten. Ab Morgen sollte ich den Mädchen zur Hand gehen und ebenfalls im Haushalt helfen, sofern Lady Jessica nicht etwas anderes mit mir vorhatte.
Nach einem ausgezeichneten Essen in anregender Atmosphäre kehrte ich mit Jessica in das Kaminzimmer zurück. Die Uhr zeigte halb zehn, und draußen heulte ein eisig kalter Wind, und die ersten Schneeflocken in diesem Winter wirbelten durch die Luft. Um so heimeliger war es hier am flackernden Feuer. Ich saß in einem der tiefen Sessel, Jessica nahe bei mir, und wir lauschten dem Feuer, bis wenig später nach getaner Arbeit die Zofen kamen, um uns Gesellschaft zu leisten. Jessicas Hände strichen sanft über mein Gesicht. "Wie Du Dir sicher denken kannst, hat mir Nadja von Deiner Gegenwehr erzählt, als sie meine Anweisungen befolgen wollte. Ich glaube, es wird Zeit für Deine erste Strafe." Ich schluckte. Jessica öffnete meinen Kimono und bat mich, ihn auszuziehen, wobei die Zofen jetzt dicht neben uns standen und wohl nur darauf warteten, eingreifen zu können. Nachdem ich ihrem Wunsch entsprochen hatte, führte mich Jessica zum Strafbock. Die Zofen ergriffen meine Arme und zogen mich über den gewölbten Aufsatz. Karabinerhaken rasteten in die Ringe meiner Handfesseln ein, und ich konnte mich nicht mehr aufrichten. Auch meine Füße wurden fixiert, und ich fand mich halb kniend, halb auf dem Bauch liegend das erste mal in einer Position, aus der ich selbst nicht mehr entkommen konnte. Ich fühlte Jessicas Hand auf meinem Rücken.
"Dein Vergehen war nur klein, und so wird es auch nur zehn Schläge mit dem Paddel auf den Po geben. Zehn Schläge von jedem Anwesenden. " Das waren insgesamt vierzig Schläge. Ich zerrte an meinen Fesseln. Vor mir tauchte Nadjas Gesicht auf. "Bitte tu Dir selbst einen Gefallen und schrei. Laß Deinen Schmerz hinaus, und auch andere Gefühle. Wenn Du wütend bist, dann sei wütend und schimpfe. Weine, wenn Du traurig bist. Wenn Du nichts dergleichen machst, provozierst Du uns nur dazu, fester zuzuhauen...." Sie verschwand aus meinem Gesichtsfeld.
Ich wartete auf den ersten Schlag, wartete, wartete.... Jessica ließ mich mehrere Minuten warten. Im Raum war es totenstill - kein Wort wurde mehr gesprochen. Die Frauen bewegten sich so leise, daß ich sie nicht hören konnte, und blieben dabei immer außerhalb meines Gesichtsfeldes. Das Knistern des Feuers und das Ticken der Wanduhr begann überlaut in meinen Ohren zu hallen. Als dann der erste Schlag kam, war dies wie eine Erlösung. Genau auf einem Tick der Wanduhr klatschte das Lederpaddel auf meinen Po, und der Schmerz war heftig, wenn auch erträglich. Dies galt auch noch für den zweiten und dritten Schlag, die sich präzise dem Rhythmus der Wanduhr anpaßten. Ich biß die Zähne zusammen und weigerte mich, einen Laut von mir zu geben. Ab dem vierten Schlag wollte der Schmerz unerträglich werden, und ich konnte mir nicht vorstellen, daß ich noch die zehnfache Menge wegstecken sollte. Ich wußte zu diesem Zeitpunkt noch nicht, was ich wirklich in der Lage war zu vertragen. Nach dem zehnten Schlag liefen mir die Tränen über die Wangen, doch ich hatte bislang noch keinen Laut von mir gegeben. Es folgte eine kurze Pause. Mein Po brannte wie Feuer. Dann begann die erste der Zofen mit ihrer Behandlung. Verbissen weigerte ich mich auch jetzt, meinen Schmerz zu zeigen. Vor meinen nassen Augen tauchte ein Gesicht mit grünen Augen auf. Jessicas Hände berührten meine Wangen, streichelten sie, und ich hörte ihr Flüstern an meinem Ohr: "Ich liebe Dich..."
Die Schläge trafen präzise wie ein Uhrwerk, und ich glitt langsam in einen seltsamen Zustand der Ekstase, in dem sich Schmerz, Jessicas Berührungen und ihre sanften Worte zu einem einzigen Gefühl von Freiheit verbinden wollten. Doch noch bevor ich noch wirklich in diesen Zustand eintauchen konnte, war es vorbei. Die Zofen lösten meine Fesseln und halfen mir auf. Mein Gesicht war völlig naß... Jessica hielt meinen Kimono bereit und führte mich zurück zum Sessel. Ich wollte mit ihr reden, ihr erzählen, was ich empfand, doch sie legte nur wieder ihren Finger auf meinen Mund, und an ihren Worten erkannte ich, daß sie wußte, was ich erlebt hatte. "Du quälst Dich noch selber viel zu sehr. Du bist noch nicht bereit zum Fliegen, zum Fallen...." Sie drückte mich hinab auf den Sessel, was mir noch einmal recht weh tat nach der Behandlung auf dem Bock, und setzte sich wieder zu mir. Ihr Blick richtete sich auf die Zofen. "Nadja, Dori, Nina - kommt doch mal her."
"Nun, Nadja, was hast Du mir zu beichten?"
"Ich? Nichts, meine Lady..."
"Wirklich nichts"
Nadja schüttelte mit einem absolut unschuldigen Gesichtsausdruck den Kopf. "Wirklich nicht." "Da bin ich allerdings anderer Meinung. Dori, Nina..." Nur wenig später fand sich Nadja auf einem der drei Sklavenstühle wieder, fest angeschnallt, und rutschte so weit es die Fesseln erlaubten auf der Sitzfläche hin und her. Jessica hatte mit einer drahtlosen Fernbedienung die eingebauten Vibratoren aktiviert und die Pumpen betätigt, nachdem die beiden Dildos tief in Nadjas beide Öffnungen eingedrungen waren. Eine dicke Gummikugel steckte in ihrem Mund, war mit mehreren Riemen unverrückbar fixiert und verhinderte jedes artikulierte Geräusch. Nadja sah aus, als wüßte sie nicht, ob sie ihre Lage als unangenehm empfinden oder sie genießen sollte.
"Leg ihr die Gewichte an, Nina. Sie genießt noch zu sehr..." Nina kam der Aufforderung sofort nach und befestigte zwei Brustwarzenklammern mit kleinen Gewichten an Nadjas Nippeln. Ein kleines Kabel führte von dort weg. Wieder betätigte Jessica die Fernsteuerung, und die ebenfalls in die Gewichte eingebauten Vibratoren begannen ihre Tätigkeit. Nadja verdrehte die Augen und stöhnte jetzt leise. Jessica lächelte sanft. "Mir ist zu Ohren gekommen, liebe Nadja, daß Du der Meinung wärest, eigenständig ein Strafmaß bestimmen oder mildern zu können. Meinst Du nicht, daß dies ein wenig anmaßend Deiner Herrin gegenüber war?" Nadja nickte heftig. "Gut, dann wirst Du auch sicherlich verstehen, daß Du die nächste Stunde auf diesem Stuhl bleiben wirst. Danach bekommst auch Du noch zehn Schläge mit dem Paddel. Von jedem." Nadja bekam große Augen und versuchte zu protestieren, doch der Knebel verhinderte jeden Protest. Allerdings wurde nun auch mir wieder etwas mulmig. Sollte ich etwa auch dabei helfen, Nadja zu bestrafen? "Natürlich!" Das war Jessicas einzige Antwort, als ich sie danach fragte. "Aber das kann ich nicht tun."
"Doch, Du kannst. Ich erwarte es von Dir, und ebenso Nina und Dori. Und ganz besonders Nadja." Ich sah Nadja nicken, und tatsächlich versuchte sie, zu grinsen, was ihr mit dem Knebel allerdings schwer fiel. Ich dachte an meinen immer noch feuernden Hintern, aber noch mehr an das Gefühl der Ekstase, welches ich beinahe gehabt hatte. Wollte ich dies Nadja vorenthalten? Ich wußte, ich würde mich fügen....
Die Tage der ersten zwei Wochen als Gast auf Jessicas Schloß verliefen ähnlich wie mein erster Tag. Ich beteiligte mich an der Hausarbeit, half beim Kochen, putze, deckte den Tisch, servierte das Essen und erledigte kleinere Reparaturen, die im Rahmen meiner handwerklichen Möglichkeiten und Fähigkeiten lagen. Ich leistete Jessica Gesellschaft, wir unterhielten uns oder gingen durchs Schloß, und sie zeigte mir Räume oder Dinge, die ich noch nicht kannte. Abends verbrachten wir viel Zeit im Kaminzimmer, und immer häufiger kam es vor, das Jessica mich bat, sie zu befriedigen und sie zum Orgasmus zu bringen. Dabei nahm sie mir jedoch niemals meinen Keuschheitsslip ab, den ich ständig trug. Lediglich den Po-Stopfen hatte sie nach vier langen Tagen entfernt. Ich genoß diese Zeit sehr, entdeckte ich doch, wieviel Freude es mir machte, meine Lady zu verwöhnen, sie zu streicheln, zu liebkosen, sie zu küssen an jeder Stelle ihres perfekten Körpers, sie zu stimulieren und mit den Fingern behutsam in sie einzudringen, bis sie sich vor Lust auf dem weichen Fell wand. Fast immer bekam ich ihre Zärtlichkeit als Geschenk zurück, die Berührungen ihrer zarten Finger, ihre Küsse und ihre sanften Worte voller Liebe, und ich genoß ihr Geschenk ebenso wie die immer drängender werdende süße Qual meines Glieds in seinem engen, stählernen Gefängnisses.
Ebenso häufig kam es allerdings auch vor, das ich oder eine der Zofen eine Bestrafung erhielt. Irgendeinen Grund für eine Strafe schien es immer zu geben, und so machte ich Bekanntschaft mit dem Andreaskreuz, fand mich eingeklemmt im Pranger wieder, festgeschnallt auf einem der Sklavenstühle, von dem allerdings der vordere Dildo entfernt worden war, oder auf dem Strafbock.
Ich entdeckte die Hilflosigkeit, einen Tag mit auf dem Rücken gefesselten Händen verbringen zu müssen, den unangenehmen Tragekomfort eines Monohandschuhs oder die Enge einer (entschärften) eisernen Jungfrau, schlief eine unendlich lange Nacht unter dem strammen Gummituch eines Vakuumbondage-Bettes, geknebelt und zur Unbeweglichkeit gefesselt, lernte das Gefühl einer Streckbank kennen oder die extreme Erfahrung, an den Füßen aufgehangen zu sein. Ich bekam verschiedene Arten von Peitschen, Paddeln und Stöcken zu spüren, den Schmerz von Brustwarzenklammern oder Hodengewichten, und auch das Gefühl, wie es ist, am ganzen Körper an eine der Zofen gefesselt zu sein, mit verbundenen Hand- und Fußgelenken, Hüften und Hals aneinandergekettet, mit einer einzigen dicken Knebelkugel in unseren Mündern, die wir uns teilen mußten, und mit einem langen Analstab in unserem Inneren, der uns beide verband und der jede Bewegung des Anderen präzise übertrug. Doch obwohl viele dieser Erfahrungen körperlich schmerzhaft und schlimm waren, kann ich nicht sagen, daß ich litt. Ich erlebte eine gefühlsmäßige Wärme, die mir vollkommen fremd und in meinem bisherigen Leben nicht vorhanden gewesen war. Ich erlebte echte Gemeinschaft, echte Freundschaft, Fürsorge und einen sehr verantwortungsbewußten Umgang miteinander. Ich empfing Liebe, vor allem Jessicas Liebe, und versuchte diese mit all meiner Kraft zurückzugeben. Ich lernte, meine Gefühle zu zeigen, Schmerz hinauszuschreien und nicht zu unterdrücken, und dies wirkte sich auch auf längst vergangene Erlebnisse aus, die ich jetzt erst begann, zu verarbeiten. Ich begann, mein neues Leben zu lieben, zu genießen, mit all seinen vielfältigen Facetten. Der Gedanke, daß Schloß zu verlassen, war mir genauso abhanden gekommen wie die Angst vor dem Neuen, die ich in den ersten Tagen noch verspürt hatte.
So vergingen die ersten zwei Wochen wie im Flug, Zu Beginn der dritten Woche wurde das Wetter erstmals wieder besser, nachdem bislang täglich heftiger Wind, Regen, Schneeschauer und Nebel die Natur gebeutelt hatte. In der letzten Nacht hatte der Wind nachgelassen, es hatte stark abgekühlt und der Winter hatte ersten Einzug gehalten. Der Wald vor dem Schloß war weiß vom gefallenen Schnee, und auf dem See zeigten sich erste Eisflächen. Das Außenthermometer zeigte sechs Grad unter Null. Ich stand im Eßzimmer am Fenster und schaute sehnsuchtsvoll hinaus. "Möchtest Du gerne einen Spaziergang machen?" Jessica war lautlos neben mich getreten und schaute ebenfalls versonnen auf die verschneite Natur. Ich nickte. "Ja, sehr gerne...." "Dann ziehe ich mich eben um, und wir können los." Ich schaute überrascht auf. "Aber ich kann nicht heraus. Du sagtest doch, ich darf das Schloß nicht verlassen, und wenn ich gehen würde, bräuchte ich nicht mehr wiederzukommen. Und passende Kleidung habe ich auch nicht."
"Du darfst schon aus dem Schloß, mit meiner Erlaubnis und erst recht an meiner Seite. Und was die Kleidung betrifft... Dori, wie weit ist Jochens neue Garderobe?" "Größtenteils fertig, Lady Jessica. Ein paar Teile müssen noch mal unter die Maschine, aber es ist genug fertiggestellt für drei Spaziergänge." Dori grinste. "Und das erwartete Paket ist auch gekommen."
"Hervorragend." Jessica wandte sich wieder mir zu. "Paß auf, Du folgst jetzt Dori und läßt Dich von ihr neu einkleiden. Ich gehe mich inzwischen umziehen, und wir treffen uns dann im Vorhaus." Sie drückte meine Hand und verschwand von der Tür. Auch Dori war aufgestanden. "Wollen wir?" Dori führte mich zunächst zu meinem Zimmer und ließ mich dort einige Minuten warten. Als sie zurückkehrte, trug sie mehrere Kleidungsstücke sowie einen kleinen metallenen Koffer bei sich. Sie reichte mir die ersten Teile zum anziehen. Zehn Minuten später erkannte ich mich nicht wieder. In einer schwarzen Hose mit einer breiten Schärpe als Gürtel, einem Seeräuber-Hemd aus dunkelrotem Samt mit Stehkragen, und dazu passenden Stiefeln, kam ich mir ein wenig vor wie ein mittelalterlicher Edelmann. Ein ebenfalls schwarzer, silbern bestickter knielanger und mit einem weichen Kunstpelz gefütterter Umhang lag noch über dem Bett. Ich schaute in den Spiegel und konnte nicht glauben, daß ich selbst die Person war, die mich daraus anschaute. Inzwischen öffnete Dori den Koffer. Ich entdeckte vier breite und zwei schmalere Reifen aus Edelstahl, ähnlich der Halsbänder, welche die Zofen trugen. Dori nahm den ersten heraus und reichte ihn mir. "Wenn Du nach Deiner Probezeit hier bei uns bleibst, wirst Du diese Reifen immer tragen müssen, wenn Du hier auf dem Schloß bist oder dieses an der Seite von Lady Jessica verläßt. Und nur sie hat die Schlüssel, um diese Schellen zu öffnen. Es wird dann in ihrer Macht und Entscheidung liegen, ob Du das Schloß in Ausnahmefällen auch einmal ohne diese Manschetten verlassen darfst, zu besonderen Anlässen. Für den Augenblick soll es genügen wenn Du heute einmal das Tragegefühl kennenlernst." Ich schaute die spiegelblank polierten Reifen an und entdeckte eingraviert einen feinen Schriftzug - Für Jochen von Jessica in dominanter Liebe - den ich später auch auf jedem anderen der Reifen fand..
Behutsam öffnete ich die Schelle, zog den Ärmel meines Hemds ein wenig nach oben und legte sie um mein Handgelenk. Mit einem deutlich hörbaren Klick schnappte die Verschlußmechanik wieder ein. Der Reifen war so präzise gearbeitet, daß man im geschlossenen Zustand nicht einmal eine Fuge sehen konnte. Die übrigen Reifen folgten: Ein weiterer für das andere Handgelenk, zwei für die Fußgelenke, und den kleineren schmalen legte mir Dori um den Hals. Er paßte perfekt. Übrig blieb ein recht großer Reifen. "Wozu ist der?" "Das ist ein Gürtel. Später wirst Du ihn unter Deiner Kleidung auf der nackten Haut tragen." "Warum nicht heute schon?" "Ich merke, Du hast Dich verändert, seitdem Du hier angekommen bist." Dori nahm auch den Gürtel noch aus dem Koffer, und ich öffnete noch einmal Schärpe und Hose und zog das Hemd ein wenig hoch. Dori legte mir den Gürtel an, und ich zuckte ein wenig, als das noch kühle Metall meine Haut berührte. Dori grinste. Mit einem lauten Klick verschloß sie den Gürtel. Ich richtete erneut Hemd, Hose und Schärpe, während Dori den Umhang aufnahm und mir über die Schultern legte. Ich fühlte mich hervorragend. "Hast Du denn keine Angst mehr, aufzufallen in dieser Kleidung und mit Deinen Fesseln? Es könnte durchaus sein, daß Lady Jessica unterwegs irgendwo einkehren möchte, und noch vor kurzem hättest Du Dich nicht einmal in solch einem Hemd auf die Straße getraut, aus Angst, alle würden Dich anschauen."
"Ich muß zugeben, ein wenig unsicher fühle ich mich immer noch.... aber ich bin so froh, an Jessicas Seite gehen zu dürfen, daß ich inzwischen einiges mehr in Kauf nehmen würde." Dori nickte zufrieden, öffnete die Tür, und wir stiegen hinab zum Torhaus. Als Jessica nur wenige Minuten später ebenfalls erschien, dachte ich, eine orientalische Prinzessin würde den Raum betreten, und der dunkle Raum schien mir auf einmal heller zu sein als zuvor. Gekleidet in eine schimmernde meerblaue Hose, einer Bluse in der gleichen Farbe und einer farblich etwas heller abgesetzten breiten Schärpe, eingehüllt in einen knöchellangen glitzernden Kapuzenmantel aus einem goldenen Stoff, der an allen Kanten mit einem weichen, roten Pelz besetzt und komplett mit einem Ebensolchem gefüttert war, die Füße in goldenen Stiefeletten, ebenfalls, mit dem roten Pelz verziert, erschien sie mir schöner und begehrenswerter, als ich sie jemals vorher gesehen hatte; und dabei hatte ich schon so manches mal gedacht, eine Steigerung wäre nicht mehr möglich. Ich konnte meinen Blick nicht von ihr abwenden.
Auch Jessica hatte mich von oben bis unten angeschaut, und lächelte erfreut und sichtlich zufrieden. Dori flüsterte ihr etwas in Ohr, und Jessicas Lächeln wurde noch heller und freundlicher. Sie kam auf mich zu, hakte sich bei mir ein, und wir verließen das Torhaus, überquerten die rutschige Zugbrücke und ließen das Schloß hinter uns, welches schon bald nicht mehr zu sehen war. "Dori hat mir erzählt, daß Du auch meinen Gürtel schon trägst... damit machst Du mir eine große Freude, weißt Du das?" "Ich hatte gehofft, Dich damit zu erfreuen. Und ich möchte Dir damit meine Dankbarkeit zeigen für die Mühe, die Du Dir mit diesen edlen Teilen gemacht hast." "Hat Dir Dori auch gesagt, daß Du diese Reifen später womöglich immer tragen wirst? Das sie ein Zeichen dafür sein werden, daß Du mein Eigentum bist?"
"Ja." Ich erwähnte nicht, daß Dori mir die Sache mit dem Eigentum nicht so explizit gesagt hatte - allerdings hatte ich mir dies schon selbst zusammengereimt. Inzwischen konnte ich Jessicas Gedanken auch schon manchmal recht gut erraten. "Und Du weißt auch, daß Du Dich mit ihnen anderen Menschen zeigen mußt?" "Auch das hat mir Dori erzählt, ja. Sie sagte sogar, ich müßte womöglich heute schon damit rechnen." Und trotzdem hast Du sie Dir freiwillig anlegen lassen und sogar den Gürtel gewählt, obwohl dieser noch nicht verlangt wurde?" "Ja." Jessica blieb stehen schaute mir tief in die Augen. "Dann machst Du mir eine noch viel größere Freude, als Du Dir vorstellen kannst."
Wir gingen weiter. Der Schnee auf den Bäumen glitzerte in der Sonne, und ich fühlte die Kälte an meinen Wangen. Jetzt wurde mir bewußt, wie angenehm warm mich der weite Umhang hielt, und mir fiel ein, was ich mir noch vorgenommen hatte. "Jessica, ich wollte mich auch noch für diese schöne Kleidung bedanken..." "Gefällt sie Dir?" "Ja, sehr gut. Es mag seltsam klingen, aber ich habe in ihr das Gefühl, zu Dir zu gehören, zu Dir zu passen..." "Das klingt nicht seltsam. Jedes Kleidungsstück, welches Dir Dori nach meinen Anweisungen näht - sie ist übrigens eine ausgebildete Schneidermeisterin - paßt zu bestimmten Teilen meiner eigenen Garderobe. Auch die heutige Wahl ist nicht zufällig. Jeder soll sehen, daß wir zusammengehören. Und das Du nicht nur mein Eigentum, sondern auch mein wertvollster Besitz bist."
"Gegen Deine Schönheit werde ich immer verblassen und unscheinbar bleiben." Jessica lachte herzlich und drehte sich mehrere Male im Kreis, daß ihr Mantel nur so flog. "Gefalle ich Dir, mein Schatz?" Wieder konnte ich sie nur anschauen und nicken. "Möchtest Du auch einmal so aussehen wie ich?" "Das wird nicht möglich sein. Ich bin ein Mann!" "Jessica schüttelte den Kopf. "Das war nicht meine Frage. Ich wollte wissen, ob Du einmal so aussehen möchtest wie ich? Die gleiche Kleidung tragen?" "Wie sollte das gehen?" Jessica war ernst geworden. Sie schlenderte auf mich zu, verschränkte ihre Finger in Meine und führte sie hinter meinen Rücken, bis ich einen schmerzhaften Druck auf meinen Gelenken fühlte. Ihr Gesicht kam mir so nahe, daß ich ihren warmen Atem fühlen konnte. "Du sollst Dir keine Gedanken über das Wenn und Aber machen. Beantworte nur meine Frage. Nun?"
"Ich würde gerne einmal so sein wie Du, so aussehen wie Du, so schön und begehrenswert sein...ja..." Lange schaute mir Jessica in die Augen, ihr Blick tastete wieder einmal nach meiner Seele. Dann gab sie mich frei, hakte sich wieder bei mir ein, und wir gingen weiter. Jessica wechselte das Thema und verlor vorerst kein Wort mehr über unser vorheriges Gespräch.
Wir wanderten bestimmt zwei Stunden durch den stillen Wald, bevor wir ein kleines Gasthaus erreichten, welches geöffnet hatte. Wir betraten den Gastraum, und Jessica bestellte uns beiden einen heißen Tee mit Gebäck. Die Blicke der wenigen anderen Gäste schienen auf uns zu ruhen, und einige Gespräche wurden etwas leiser und beinahe zu einem Getuschel. Ich fühlte mich ziemlich in den Mittelpunkt gerückt und nun doch recht unsicher. Doch Jessica lenkte mich mit einem ganz neuen Thema schnell wieder ab. "In vier Tagen, also am Samstag, feiern die Zofen und ich unser alljährliches Frauenfest, zusammen mit einigen anderen Freundinnen. Dazu fahren wir meist auf eine Bauernhof hinaus, wo eine liebe Freundin von mir einen SM-Club hat." "Ich nehme an, das Männer dort verboten sind..."
"Nicht unbedingt. Sie dürfen unter anderem als Sklaven oder Diener für unser Wohl und unser Vergnügen anwesend sein, was für sie mit viel Arbeit verbunden, meist nicht angenehm und oft noch einige Tage danach recht Schmerzhaft ist."
"Und was hast Du mit mir vor?" Jessica grinste ihr spitzbübisches Grinsen. "Das hast Du eben selber entschieden. Du wirst mich begleiten, und Du wirst die Rolle meiner devoten Schwester spielen. Natürlich werden meine Freundinnen wissen, daß Du ein Mann bist. Aber sie werden Dich nicht als solchen behandeln, wenn Du mitspielst, und der Abend dürfte für Dich dadurch wesentlich angenehmer werden, als nackt und in schweren Ketten zu servieren und die Damen zu erfreuen und jederzeit damit rechnen zu müssen, unseren weiblichen Folterknechten übergeben zu werden. Außerdem habe ich Dich so direkt an meiner Seite und unter Kontrolle...." Ich versuchte mir beide Situationen vorzustellen, diejenige als Sklave in einem fremden Haus voller fremder dominanter Frauen, oder diejenige als Jessicas Schwester an ihrer Seite, und ich mußte ihr zustimmen, daß die Rolle der Schwester das eindeutig kleinere Übel war. Außerdem war ich jetzt neugierig, wie Jessica es anstellen wollte, aus mir eine halbwegs annehmbare weibliche Erscheinung zu machen. Ich seufzte ein wenig theatralisch, dann mußte auch ich grinsen. "Ich werde versuchen, Dir eine würdige Schwester zu sein." Auf dem Heimweg dachten wir beide uns immer neue Szenen aus, die an jenem Abend des Festes geschehen konnten oder was wir machen wollten, um Jessicas Freunde zu überraschen, und lachten bei der Vorstellung. Dennoch begann ich immer mehr zu grübeln, wußte ich doch genau, daß mir das Lachen noch vergehen und meine Unsicherheit ob dieser gänzlich neuen Rolle wieder Oberhand gewinnen würde. Irgendwann erzählte ich Jessica von meinen Gedanken und Befürchtungen. "Genau darin liegt der Reiz." sagte sie. "Deine Unsicherheit wird meine eigene Genugtuung sein und die Gewißheit, daß Du Dich nahe bei mir halten wirst, um nichts falsch zu machen. Und darin liegt diesmal der Schmerz, den ich Dir zufügen will: In eine Rolle zu schlüpfen, die Du nur nach meinen Anweisungen spielen wirst, und dies unter Menschen, die Dir nicht vetraut sind. Wenn Du dieses auch meisterst, bist Du beinahe bereit für mich."
Sie nahm meine Hand und hielt sie, ging ganz nahe bei mir, und ich fühlte die Wärme, die von ihrem Herzen kam, während sich um uns herum der winterliche Wald in Schweigen hüllte.... Die Zeit bis zum "Frauenabend" wurde nicht nur mir lang. In mir selbst fühlte ich allmählich ein Gefühl von Panik wachsen, und ich überlegte mir, ob ich vielleicht nicht doch lieber in den sauren Apfel der Sklaven beißen wollte. Als ich Jessica einmal vorsichtig darauf ansprach, schüttelte sie jedoch nur energisch den Kopf. "Keine Chance" sagte sie, und damit war die Frage abgeschmettert. Auch bei den Zofen fand ich keine Unterstützung. Nina, Dorothea und Nadja hatten bereits am Abend nach dem Spaziergang, als Jessica von "unserem" Vorhaben erzählte, begeistert zugestimmt und versprochen, dabei zu helfen, aus mir eine perfekte "Schwester" zu machen. Dies zusammen mit dem immer näher rückenden Fest steigerte die Vorfreude der drei noch gewaltig. Allerdings sorgten sowohl Jessica als auch die Zofen dafür, daß ich nicht allzu viel Zeit zum Grübeln hatte, was manchmal anstrengend, manchmal recht schmerzhaft war. So wachte ich irgendwann auf und stellte fest, daß der Tag gekommen war.
Der Vormittag verlief in einer ungewöhnlichen Ruhe - wir saßen zusammen, plauderten, spielten... das Fest wurde nicht erwähnt. Ein Mittagessen im normalen Sinn gab es heute nicht - lediglich einen kleinen Snack - am Abend sollte wohl hervorragend aufgetischt werden. Unmittelbar danach nahm mich Nadja mit auf ihr Zimmer, wo sie und Jessica gestern wohl schon einiges vorbereitet haben mußten, wie ich aus den Gesprächen am Frühstückstisch entnehmen konnte. Es folgte die obligatorische Rasur, an die ich mich schon als eine Art Ritual gewöhnt hatte. Allerdings schnitt mir Nadja heute auch die Kopfhaare kürzer. "Damit nichts unter der Perücke hervorschaut." sagte sie schmunzelnd. Es folgte wie immer ein Bad, anschließend mußte ich mich auf einen hohen Hocker setzen, und ich machte Bekanntschaft mit der Arbeit eines Maskenbildners und der Prozedur des Schminkens, deren Krönung das Aufsetzen und Befestigen einer Perücke war, die Jessicas eigene Frisur, ihre dunklen Locken, genau imitierte. Mein Slip wurde durch einen etwas Anderen ersetzt, der mein Glied hochband und fest an den Körper drückte, und der, wie üblich, mit Schlössern gegen ein eigenmächtiges Entfernen gesichert war. Nun würde ich nicht einmal mehr urinieren können, ohne Nachfragen zu müssen. Als nächstes folgten weiche, weiblichen Busen nachgeformte Schalen, die Nadja auf meine Brust klebte, sowie ein Korsett, was allerdings nicht zu fest saß, da ich das Tragen eines solchen Kleidungsstückes nicht gewohnt war. Außerdem sollte lediglich meine Taille etwas betont werden, die bei mir als Mann nicht so sonderlich ausgeprägt war. Dazu gesellten sich wieder die metallenen Fesseln und das Halsband. Auf den Gürtel mußte ich heute verzichten - er hätte nicht gepaßt. Bereits jetzt, als ich einmal kurz in den Spiegel schaute, erkannte ich mich kaum wieder - tatsächlich hätte mich wirklich eine Schwester Jessicas aus dem Spiegel heraus anschauen können. Nadja hatte ein wahres Meisterwerk geschaffen. Die Kleidung, die ich nun zum ankleiden bekam, kam mir sehr vertraut vor - eine schimmernde meerblaue Hose, eine Bluse in der gleichen Farbe und eine farblich etwas heller abgesetzte breite Schärpe waren die ersten Kleidungsstücke, die Nadja mir reichte. Es folgten ein Paar goldene Stiefelletten, die mit roten Pelz verziert waren, genau wie wenige Tage vorher bei Jessica. "Es war gar nicht so leicht, diese Stiefel so schnell in Deiner Größe herstellen zu lassen. Allerdings hat Lady Jessica hervorragende Beziehungen, die so einiges ermöglichen" erwähnte Nadja als sie mir die Stiefel über die Füße streifte. Nun fragte ich mich, mit einer unbestimmten Sehnsucht im Herzen, ob ich wohl auch das noch fehlende Kleidungsstück bekommen würde. Und es geschah. Innerlich jubelte ich, als Nadja diesen wunderbaren, mit diesem weichen roten Pelz besetzten und gefütterten Kapuzenmantel hervorholte. Ich schlüpfte mit den Armen hinein, genoß diese Wärme und Weichheit des Materials und kuschelte mich so richtig hinein. Nadja lächelte sehr zärtlich, als sie dies sah, nahm mich bei der Hand und führte mich ins Kaminzimmer. Dort kettete sie mich schnell mit Händen und Füßen an das Andreaskreuz. "Du wirst hier einen Augenblick warten müssen. Ich geh mich jetzt auch eben zurechtmachen. Aber Du bist bestimmt nicht lange allein..." Damit verschwand sie durch die Tür und ließ mich mit meinen Gedanken und dem seltsamen Gefühl, äußerlich wie eine Frau auszusehen, zurück....
Ich brauchte wirklich nicht lange zu warten - Jessica betrat nur wenige Minuten nach Nadjas Verschwinden das Kaminzimmer. Sie war genau so gekleidet wie ich und in den gleichen Mantel gehüllt, und ich wäre ihr so gerne entgegengeeilt und hätte sie umarmt. Jessica kam langsam näher, stand schließlich vor mir und begann, mich zu berühren und zu streicheln. Ich stemmte mich gegen die Fesseln, wand mich in ihnen, um Jessica etwas von ihrer Sanftheit zurückzugeben, wußte dabei , das es vergeblich war, und das es Jessica dennoch gefallen würde, wenn ich gegen die Fesselung ankämpfte. Tatsächlich schien sie leicht erregt zu sein, und sie schlang ihre Arme um meinen Hals, hängte sich förmlich an mich, und ihre Lippen preßten sich fest auf meine zu einem langen und leidenschaftlichen Kuß. Wenigstens diesen konnte ich erwidern... Als sie sich von mir löste, war sie ein wenig außer Atem. Sie entfernte die Ketten des Andreaskreuzes, fesselte aber nun meine Hände mit einer kurzen Kette aneinander. "Diese Fesseln wirst Du den ganzen Abend tragen, genau wie auch meine Zofen heute Abend in Ketten gehen werden. Nur die Herrschaften dürfen sich auf dem fest frei bewegen. Du teilst also das Schicksal der anderen Zofen." Ich nickte. "Weiterhin wirst Du den ganzen Abend kein einziges Wort sprechen, denn damit würdest Du Dich als Mann outen. Und das hätte schwerwiegende Konsequenzen - es gibt eine Menge Frauen auf dem Fest heute abend, die Dir die kommende Nacht sehr schlimm gestalten können. Es weiß jeder, daß Du in Wirklichkeit ein Mann bist, aber Du darfst es nicht zeigen. Wenn Du etwas wichtiges loswerden möchtest oder etwas nicht stimmt, kannst Du es mir oder den Zofen ins Ohr flüstern." Wieder nickte ich bestätigend. "Und ich brauche wohl nicht zu sagen, daß Du jeder Anweisung von mir Folge zu leisten hast, ohne zu zögern. Sollte Dir eine andere Lady Anweisung geben, suche den Blickkontakt zu mir - meine Zustimmung oder Verneinung ist für Dich bindend, und ich trage auch die Verantwortung dafür. Wenn Du Dich daran hältst, werden wir fünf einige schöne Stunden zusammen erleben. Und nun folge mir."
Gemeinsam stiegen wir hinab ins Torhaus, wo inzwischen die Zofen warteten. Alle drei trugen jetzt ebenfalls Halsbänder und metallene Reifen an den Hand - und Fußgelenken, und Nadjas und Ninas Handschellen waren mit der gleichen kurzen Kette miteinander verbunden wie meine eigenen. Dori war noch ungefesselt - sie würde den Wagen fahren und erst nach dem Aussteigen ihre Ketten anlegen. Wir verließen das Schloß in dem Moment, als die Sonne unterging, überquerten die Zugbrücke und stiegen in den großen Wagen, den Dori bereits vorgefahren hatte. Ich benötigte etwas Hilfe beim Einsteigen, da ich den Umgang mit solch einem langen Mantel, wie ich ihn trug, mit zusätzlichen gefesselten Händen nicht gewohnt war. Doch Jessica und die Zofen halfen mir, wobei sie alle gutmütig über meine Unbeholfenheit spotteten, und ich fand mich wenig später zwischen Nadja und Nina wieder, während Jessica auf dem Beifahrersitz Platz nahm und Dori den Motor startete. Unmittelbar darauf rollte der Wagen los und brachte mich der neuen Erfahrung als "Frau" unter Frauen entgegen... Dieser erste "Frauenabend" blieb mir als ein rauschendes Fest in Erinnerung, an das ich heute noch gerne zurückdenke. Ich spielte meine Rolle als Frau so gut wie es ging, wobei ich einige Male zur Belustigung aller Anwesenden fürchterlich ins Fettnäpfchen trat und bestimmt rot wie eine Tomate wurde. Doch gelang es mir, Jessicas Anweisungen zu befolgen, meinen Mund zu halten und überhaupt jedes Geräusch zu vermeiden. An diesem Abend war ich jedenfalls sehr froh, kein männlicher Sklave zu sein - die Spiele, welche die Frauen mit ihren "Leibeigenen" spielten, wären für mich noch zu viel gewesen. Ich weidete meinen Blick an den wunderschönen Damen, von denen mir allerdings meine Lady mit Abstand am schönsten erschien, genoß das hervorragende Buffet, welches ich mit leichten Schwierigkeiten zu mir nahm - die kurze Kette meiner Handfesseln erschwerte doch erheblich ein normales Essen - lauschte den Unterhaltungen;
der Höhepunkt für mich war jedoch ein Tanz mit meiner Jessica, den wir eng umschlungen tanzten - Jessica hatte dazu nicht einmal die Fesseln öffnen müssen, sie war einfach zwischen meine Armen hindurchgeschlüpft - und ich hielt meine Frau in meinen Armen, war gleichzeitig von ihr gehalten, fühlte ihren Körper so dicht an Meinem, und war geborgen und gleichzeitig unendlich frei, schwebend auf den Klängen der aus den Boxen rieselnden romantischen Musik. Als das Lied verklang, erwachten wir beide wie aus einem Traum und stellten fest, daß wir das einzige Paar waren, welches noch auf der Tanzfläche stand. Einige Gäste begannen zu applaudieren, und Jessica lachte und führe mich zurück zu unserem Tisch. Wie gesagt, es war ein tolles Fest. Ich habe bis zum heutigen Tag noch einige weitere Feste mitgefeiert, wobei ich meine Lady meistens in weiblicher Kleidung begleiten mußte. Beim letzten Fest jedoch bat ich Jessica, einmal als ihr Sklave dabeisein zu dürfen, was sie gestattete. Auch dieses Fest ist mir in guter Erinnerung geblieben, auch wenn es wesentlich anstrengender und schmerzhafter war - doch inzwischen war ich soweit in mein neues Leben hineingewachsen, daß es für mich nicht mehr belastend war. Zu jenem Zeitpunkt bedeutete es für mich bereits große Freude und tiefe Erfüllung, meiner Lady zu dienen und für sie zu leiden, was allerdings schon lange kein wirkliches Leiden mehr war, sondern eine tiefe Ekstase, die sie mir gewährte. Beim nächsten Fest jedoch werde ich Jessica wieder entscheiden lassen, in welcher Rolle ich sie begleiten soll. Als auf jeden Fall jenes erste Fest spät in der Nacht oder vielmehr früh am Morgen zu Ende ging, hatte ich einen weiteren Schritt in die Richtung eines zukünftigen neuen Lebens gemacht, welches mir immer begehrenswerter erschien.
Ich genoß die Rückfahrt, müde und glücklich, diesmal Jessica neben mir sitzend, ihren Kopf auf meiner Schulter, und ich genoß den Rest der Nacht, die ich gefesselt an mein Gästebett verbrachte, mit der großen Gnade, mit Jessicas warmen Körper an meiner Seite einschlafen zu dürfen, mit ihrer Hand auf meiner Brust, als sie zum ersten Mal bei mir blieb und sich nicht in ihr eigenes Schlafgemach in den mir unbekannten Tiefen des Wehrturms zurückzog. So endete die dritte Woche, und meine Prüfung ging ins letzte Viertel...
Weiter zu Teil 5
(c) Joachim
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