Der ideale Sklave

Wer hätte das gedacht? Auch beim Sklaventum kommt es auf den Charakter an...

Gleich vorweg eine Enttäuschung für all jene, die glauben, mit dem Durchlesen dieses Crashkurses für Demütige wäre die Sache mit dem guten Benehmen auch schon erledigt: Mitnichten. Den "idealen Sklaven" - für alle Herrinnen und Situationen - gibt es nicht. Aus. Basta. Tragisch für alle Beteiligten, aber leider wahr. Damit dieser Artikel hier aber nicht gleich wieder aus ist, werde ich aus meinem langjährigen Erfahrungsschatz ein paar Anregungen hervorkramen und beschreiben, welche Eigenschaften und Verhaltensweisen ICH an einem Sklaven schätze - und sicherlich auch viele andere Freundinnen der Dominanz. Im Folgenden wir "mein idealer Sklave" kurz als der Sklave bezeichnet.


Zunächst, auch wenn es noch so abwegig erscheinen mag: der Sklave muss ein greif- und spürbares Individuum sein, eine Persönlichkeit mit Charakterstärke und Charisma. Langweilige, nichtssagende Würmer zu erziehen macht keinen Spaß - nichts gegen Würmer, aber es ist weitaus reizvoller, den Sklaven für kurze Zeit erst zum sich windenden Gewürm zu machen anstatt permanent mit einem zu tun zu haben. Natürlich ist es für das herrische Auge gefälliger, wenn es über wohltrainierte, muskulöse Rundungen schweifen kann, statt sich zwischen bleichen Fettwülsten zu verlieren. Und mein persönlicher Geschmack liegt zugegebenermaßen eher auf Seiten der dunklen, dunkelhaarigen Typen.

Doch damit ist noch gar nichts gesagt, denn für eine erfolgreiche Erziehung ist das Aussehen zweitrangig. Es sollen sich auch schon Blonde an meinen Krallen erfreut haben... Wichtig ist in diesem Belang nur, dass der Sklave auf sich achtet, mein Arbeitsmaterial - seinen Körper - gewissenhaft pflegt, an allen erforderlichen Stellen rasiert und auf übelriechende Ausdünstungen verzichtet.


Der Sklave muss natürlich geduldig sein. Er muss warten können, unter Umständen auch Wochen, Monate oder Jahre, bis ihm vielleicht sein innigstes Streben nach Nähe zu seiner Herrin erfüllt wird - oder auch nicht, je nachdem, wie er sich benimmt und entwickelt. Außerdem muss der Sklave belastbar und robust sein. Wenn ich auf meinem Sklaventeppich spazieren gehe und sich meine Absätze in Pobacken und Rückenmuskeln bohren, möchte ich nicht dauernd befürchten müssen, gleich zum Boden durchzubrechen. Ich will auch nicht dauernd und ununterbrochen Klagen und Jammern hören. Ein kurzes, intensives Stöhnen ab und an tun es auch. Völlige Geräuschlosigkeit - die sich der Sklave vielleicht aufgrund von falsch verstandener Ritterlichkeit abringt - lehne ich jedoch aus tiefstem Herzen ab. Des Sklaven Stöhnen ist meine Inspiration, sein Ächzen mein edelster Antrieb und seine wohlgesetzten Schmerzensschreie jagen mir Schauer der Erregung über den Rücken (und sonst wohin).

Aus diesem Grund muss der Sklave hingebungsvoll sein: seine Hingabe gehört erstens der Herrin, zweitens den von ihr gestellten Aufgaben und drittens der sadomasochistischen Situation an sich. Ohne Hingabe keine echten Äußerungen von Freude und Schmerz, keine Opferbereitschaft und keine Grenzüberschreitung.


Sexspiele in abgezirkeltem Rahmen kann jeder Normalsex-pflichtige abhalten. Mein Sklave gibt sich meinen Grenzen hin: er schenkt mir das Vertrauen, seine Grenzen bis zu dem für ihn gerade noch erträglichen Maß auszudehnen - und dieses Ausmaß jedes Mal auf's Neue und auf das Genaueste auszutesten. Eine Eigenschaft, die dem Sklaven sein Dasein ziemlich erleichtert, ist die bereits oben erwähnte Ritterlichkeit. Der Sklave versteht die Zuwendung der Herrin als Ehre, derer er sich würdig zu erweisen hat: durch Ehrerbietung, Zuvor-kommenheit und perfekte Galanterie.

Wichtig ist hier die Abgrenzung gegenüber dem kumpelhaften Anbiedern, dem unterwürfigen Schleimen und dem ekelhaften Anlassig-Sein, wovon jedes für sich allein bereits einen Ausschließungsgrund darstellt.

Was die Absolvierung der strengen Erziehung sehr erleichtert, sind Anpassungs- und Lernfähigkeit. Je klüger sich der Sklave anstellt, umso größer sind die Aussichten, dass sein angestrengtes Streben auch belohnt wird: vielleicht mit einem Streicheln über die Wange, einem tiefen Blick in die Augen oder gar einem zum Kuss dargebotenen Fuß?


Wünschenswert ist selbstverständlich auch emotionale Stabilität. Nichts ist unangenehmer, als wenn ein Spiel abgebrochen werden muss, weil der Sklave der psychischen Wucht der herrischen Dominanz nicht standgehalten hat. Und er muss im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte sein. Wie sollte er auch sonst abschätzen können, was es bedeutet, sich voll und ganz mir und meiner Lust auszuliefern? Alle anderen Eigenschaften, insbesondere die so oft genannte Demut und Unterwürfigkeit, können nicht von vornherein Bedingung sein. Sie müssen erst im Lauf der Zeit eingeübt werden, denn sie stellen das oberste Ziel wohldurchdachter Erziehungs-programme dar.

Nur dann kann sich das Wechselspiel zwischen Liebkosung und Bestrafung, Verlocken und Versohlen, Reizen und Verstoßen zu vollem beiderseitigen Vergnügen und Genuss entfalten - nur wenn die Demut ebenso freiwillig dargebracht wird wie die Herrschaft.

Viel Vergnügen wünscht wie immer
CaroLine

Photos: R.Putzker

Post an CaroLine senden

Name:

Email:

Nachricht:

Contact me:

 

 
Best of Toys!
Suspension für Geniesser: Geniale Ledermaske, komplett geschlossen, mit Knebel, Schnürverschluß, in tiefschwarz. Besonders aufwendig gearbeitete Ausführung, mit separat abnehmbaren Klappen für Augen und Mund. Mundstück mit Gummiknebel (bißfest). Integriertes, verstellbares Lederhalsband mit Schloßsicherung (Schloß im Lieferumfang enthalten).  >>
Spacer
SM Partner
... finden sich selten auf der Strasse oder am Arbeitsplatz. Sie treffen sich meist im Internet durch konkretes Kennenlernen. Step by Step, weil die Liebe einschlägt, oder man einfach so verdammt gut miteinander sprechen und spielen kann. Man kann sich dafür 1000 Nächte mit bunten Fakes um die Ohren schlagen, oder dort suchen, wo sich Menschen nicht scheuen, Ihren Realnamen zu hinterlegen. Optimale Sicherheit und Ehrlichkeit für private Frauen und Männer mit realem Partnerwunsch bietet bisher nur die LS Community. Aber das verwundert ja nicht wirklich, oder? >>
Spacer
Fernbedienung!
Stimulation per Fernbedienung hat einen besonderen Reiz! Das willige Opfer im Restaurant, im Bus oder in der Oper zu orgiastischen Höhenflügen per Knopfdruck zu treiben... wer hat nicht schon davon geträumt? Im LS Online Shop haben wir einige neue Produkte mit Fernbedienung aufgenommen. Ob klitoral oder anal, per Anruf, oder SMS... die Hersteller sind einfallsreich und haben einige spannende Produkte zu günstigen Preisen auf den Markt gebracht. >>
Spacer
 

[ Home | Impressum | Kontakt | Media-Daten ]
© Das Copyright für sämtliche Inhalte dieses Magazins liegt bei LustSchmerz Hamburg oder den Autoren.
Jegliche Verwendung von Texten bedarf einer schriftlichen Genehmigung.

LustSchmerz Community LustSchmerz Shopping Home